Von Helmut Frangenberg, 14.12.09, 22:33h
Die Schulen und Jugendeinrichtungen, die bislang zur Bildungslandschaft gehören, werfen den Interessenvertretern der Anwohner vor, sich völlig destruktiv verhalten zu haben. „Sie sahen ihre Rolle nicht darin, Interessen abzuwägen, sondern Maximalforderungen durchzusetzen“, heißt es in einer Erklärung. Die Schulen, wie auch die Stadtverwaltung um Schuldezernentin Agens Klein und Stadtentwicklungsdezernent Bernd Streitberger, halten an dem Plan fest, in der Innenstadt ein neues Modell für eine vernetzte schulische und außerschulische Förderung von Kindern und Jugendlichen zu etablieren, für das auch neue Gebäude gebaut und bestehende Schulen erweitert werden müssen. Anwohner lehnen das wegen der Eingriffe in die Grünanlage ab. Die Dezernenten wollen Anfang nächsten Jahres einen weiteren Vermittlungsversuch starten. Ihre Erfolgschancen sind nicht groß. „Die Positionen liegen sehr weit auseinander“, so Klein.
Neben dem Protest gegen die Schulneubauten hat Klein ein weiteres immer größer werdendes Problem: „In der Debatte ums Grün verhungern uns die Schulen“, sagt sie. Weil die Zukunft unklar ist, sei es schwer, neue Elternkreise für die Schulen am Gereonswall zu interessieren. Schon im vergangenen Schuljahr konnte die Hauptschule keine Eingangsklasse mehr bilden. Sie wird es in diesem Jahr noch einmal versuchen dürfen.
Stadt gibt nicht auf
Klar scheint bereits, dass die Grundschule am Gereonswall nicht mehr weiter existieren kann. Gerade einmal zwei Anmeldungen liegen nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ vor. Da würde auch eine Kooperation mit der benachbarten Grundschule in der Palmstraße wenig weiter helfen. Auch diese Schule wird wohl aller Voraussicht nach aufgelöst. Hier gibt es nur sieben Anmeldungen.
„Wir geben unser Konzept für die Bildungslandschaft nicht auf“, sagt Klein. Ohne Grundschule fehlt dem Vorzeigeprojekt jedoch einer der wichtigsten Bausteine. Sollte auch noch die Hauptschule auslaufen, blieben neben den Jugendeinrichtungen lediglich Hansa- und Abendgymnasium. Weil man damit allein keine Bildungslandschaft machen kann, müssen Alternativen her. „Andere Schulangebote sind möglich“, sagt Klein. Wie die genau aussehen sollen, bleibt noch vage. Die Einladung zum Umzug der nahegelegenen Montessori-Grundschule hält die Stadt aufrecht. Was die Bildungslandschaft neben der gymnasialen Bildung an Angeboten für die Zeit nach der Grundschule machen kann, bleibt vorerst offen.
Woher kommt die Angst vor Bildung?
23.12.2009 | 21.44 Uhr | klingelpütz
Liebe Kommentatoren,
ich nutze den Park und schätze sein buntes Treiben. Ich würde mich freuen, wenn die dunklen Ränder und Ecken von Schüleraugen…
Klingelpützpark
17.12.2009 | 11.12 Uhr | Peter Löwisch
Die Pressemitteilung der Bildungseinrichtungen, auf der der Artikel z.T. beruht, ist schlicht unwahr. Ich habe als Bezirksvertreter an dfer letzten…
Klinkelpützpark bebauen - Wofür?
16.12.2009 | 22.18 Uhr | Ruth Emmerich
- Fehlende Schüler (es wird auch in Zukunft nicht mehr Schüler geben),
- eine Planung offensichtlich an den Bedarfszahlen und Bildungsbedürfnissen…
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