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Kommentar zum Bahn-Tunnel

Nicht überfrachten

Von Peter Berger, 15.12.09, 21:24h

Die Problematik um die U-Bahn-Kreuzung an der Rheinuferstraße sorgt schon seit Jahren für Diskussionsstoff. Politik und Wirtschaft finden keinen Kompromiss. Köln darf das Thema nicht überfrachten, muss jetzt eine klare Lösung vorschlagen.

Rheinuferstraße
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Die Rheinuferstraße (Bild: KStA)
Rheinuferstraße
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Die Rheinuferstraße (Bild: KStA)
Warum gelingt es in Köln nicht, sich in wichtigen Fragen auf mehr als den kleinsten gemeinsamen Nenner zu verständigen? Bei der U-Bahn-Kreuzung an der Rheinuferstraße hat es Jahre gedauert, bis Politik und Wirtschaft eingesehen haben, dass die Schranken-Lösung eine Fehlplanung war. Doch anstatt sich jetzt auf die Verlängerung des U-Bahntunnels bis zum Rheinufer zu einigen und diesen Standpunkt Parteien übergreifend beim Verkehrsministerium zu vertreten, wird jetzt trefflich darüber gestritten, ob die Tieferlegung der Straße nicht die bessere Lösung wäre. Davon, dass 50 Millionen Euro für eine kreuzungsfreie Lösung eine sinnvolle Investition sind, lassen sich Bund und Land nur überzeugen, wenn Köln mit einer Stimme spricht.

Es macht auch keinen Sinn, die Verlängerung des Grüngürtels zum Rhein, wie sie der Masterplan von Albert Speer vorsieht, mit dem Tunnel-Projekt in Verbindung zu bringen. Die IHK spricht von einer Lösung, die sogar den Friedenspark jenseits der Südbrücke einschließen soll. Ein Straßentunnel dieser Länge ist nicht zu bezahlen. Mit 50 Millionen Euro kommt man da nicht weit. Köln darf das Thema nicht überfrachten, muss jetzt eine klare Lösung vorschlagen. Die kann nur der verlängerte U-Bahntunnel sein.



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