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Sicherheit

Fans protestieren gegen Polizei

Von Tim Stinauer, 18.12.09, 18:49h, aktualisiert 18.12.09, 18:56h

Beim Heimspiel des 1. FC Köln am Sonntag werden Krawalle befürchtet. Im Internet hat der zweitgrößte FC-Fanclub „Wilde Horde“ die Fans zu Protesten gegen die „völlig übertriebenen“ Sicherheitsmaßnahmen der Polizei aufgerufen.

Podolski mit Fahne
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Lukas Podolski schwenkt eine Fahne des Fanklubs „Wilde Horde 96“.(Bild: Getty)
Podolski mit Fahne
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Lukas Podolski schwenkt eine Fahne des Fanklubs „Wilde Horde 96“.(Bild: Getty)
Die „Wilde Horde“ probt den Aufstand: Im Internet ruft der zweitgrößte Fanclub des 1. FC Köln die Fans zu Protesten gegen die „völlig übertriebenen“ Sicherheitsmaßnahmen der Polizei auf. Während des Heimspiels am Sonntag gegen Nürnberg will die organisierte Fan-Szene auf die übliche Choreographie beim Einlauf der Mannschaften verzichten und keine Fahnen aufhängen, stattdessen aber Protestbanner hissen. Vor der Südkurve soll ein Transparent mit dem Aufdruck „Verbannte immer bei uns“ aufgehängt werden.

Grund ist ein achtstündiges „Köln-West“-Verbot, das die Polizei erstmals bei einem Bundesligaspiel in Köln gegen 38 Fans verhängt hat, die in der Vergangenheit mit Gewalttaten aufgefallen sind. Bisher galt das Verbot nur unmittelbar für das Stadiongelände; die Fans mit Stadionverbot durften sich das Spiel in einem Raum am Radstadion gemeinsam im Fernsehen anschauen. Am Sonntag zwischen 14 und 22 Uhr aber müssen die 38 Männer auch bestimmte Straßen in Müngersdorf, Braunsfeld, Ehrenfeld, Lindenthal, Junkersdorf und Marsdorf meiden. Wer dagegen verstößt und erwischt wird, muss 500 Euro Zwangsgeld bezahlen. „Das Verbot betrifft die Umgebung rings um das Rhein-Energie-Stadion“, bestätigt Polizeisprecher André Fassbender. Die „Wilde Horde“ spricht von einer Fläche von etwa sechseinhalb Quadratkilometern und kritisiert, mit diesem Verbot würde die „Freiheit der Menschen deutlich beschnitten“.

Unter den „Stadionverbotlern“ seien nämlich auch solche Fans, die weder jemals angeklagt noch rechtskräftig verurteilt worden seien oder die freigesprochen wurden, kritisieren Fangruppen. Anders, als die Polizei behaupte, sei das Verhältnis zwischen Kölner und Nürnberger Fans auch nicht „feindschaftlich“, Ausschreitungen seien nicht zu befürchten. Nürnberger Fangruppen sehen dies offenbar ähnlich. Sie wollen sich den Protesten gegen eine „rechtswidrige Stadionverbots-Vergabepraxis“ anschließen. Laut Polizei dürfen 28 Nürnberger, die als Randalierer bekannt sind, gar nicht erst nach Köln einreisen.



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