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Kommentar zum Iran

Trauerzug als Protestbewegung

Von Martin Gehlen, 20.12.09, 21:40h, aktualisiert 28.12.09, 08:35h

Zehntausende Menschen wollen am Montag im Iran erneut gegen die Regierung in Teheran demonstrieren. Das Regime gibt sich inzwischen ratlos. Von einer geordneten Innenpolitik kann schon seit Monaten keine Rede mehr sein.

Ahmadinedschad
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Irans umstrittener Präsident Ahmadinedschad. (Bild: dpa)
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Irans umstrittener Präsident Ahmadinedschad. (Bild: dpa)
Die Islamische Republik kommt nicht zur Ruhe. Seit Sonntagmorgen machen sich wieder zehntausende Menschen aus allen Teilen des Landes auf nach Ghom. Sie wollen am Montag dabei sein, wenn der populäre Regimekritiker Hussein Ali Montaseri beerdigt wird. Und sie wollen erneut dagegen demonstrieren, dass das Regime in Teheran ihre Rechte mit Füßen tritt.

Das Regime gibt sich nach wie vor kompromisslos, inzwischen aber auch ratlos. Von einer geordneten Innenpolitik kann schon seit Monaten keine Rede mehr sein. Teherans Außenpolitik wird selbst von den langjährigen Unterstützern Russland und China nur noch kopfschüttelnd kommentiert. Dagegen bietet der Festkalender der Islamischen Republik immer wieder neue Anlässe für das Volk, seinen Unmut zu äußern. Am Wochenende begann der schiitische Trauermonat Muharram. Höhepunkt ist das Aschurafest am 27. Dezember, wo üblicherweise Millionen Menschen auf den Straßen sind.

Der ehemalige Mitrevolutionär Montaseri hat bis zu seinem Lebensende die Rechte seiner Mitbürger eingefordert. Lasst euch nicht provozieren, gab der Großajatollah der grünen Bewegung als letzten Rat mit auf den Weg. Und erwartet keinen einfachen und schnellen Sieg.



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