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Abend der Lieder

Vokale mit Heilwirkung gesungen

Von Michael Greuel, 21.12.09, 16:44h

Hannes Schöner, Günter Hochgürtel, Jens Streifling und Tato Gomez begeisterten das Publikum in der Konvinktkapelle. Für den erstmals eingerichteten Mitsingteil lagen Texthefte aus.

Abend der Lieder
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Die vier Freunde Günter Hochgürtel, Tato Gomez, Hannes Schöner und Jens Streifling (von links) brachten die restlos ausverkaufte Konviktkapelle im verschneiten Bad Münstereifel beim „Abend der Lieder“ zum Kochen. (Bild: Greuel)
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Die vier Freunde Günter Hochgürtel, Tato Gomez, Hannes Schöner und Jens Streifling (von links) brachten die restlos ausverkaufte Konviktkapelle im verschneiten Bad Münstereifel beim „Abend der Lieder“ zum Kochen. (Bild: Greuel)
Bad Münstereifel - Ein Sprichwort besagt ja: „Zu viele Köche verderben den Brei!“ Auf Musiker scheint diese allgemein anwendbare Weisheit allerdings nicht immer zuzutreffen. Dies gilt zumindest für die beiden „Höhner“ Hannes Schöner und Jens Streifling, Eifel-Troubadour und „Wibbelstetz“-Frontmann Günter Hochgürtel sowie Tato Gomez, die am Wochenende bereits zum vierten Mal kurz vor Weihnachten zu ihrem „Abend der Lieder“ einluden.

Und die befreundeten Musiker machten schnell klar, warum das Konzert in der Münstereifeler Konviktkapelle zum wiederholten Mal innerhalb weniger Tage ausverkauft war. Wenn man bedenkt, dass die Frontleute erst kurz vor dem Auftritt zu Proben zusammenkommen konnten, ist es beachtlich zu sehen, wie harmonisch das Zusammenspiel während des mehrstündigen Konzerts verläuft.

Aus Wien angereist

Schöner und Streifling hatten schließlich erst vor kurzem ihre Deutschland-Tournee mit den „Höhnern“ beendet, und auch Günter Hochgürtel hatte noch am voraus gegangenen Wochenende mit seiner Band „Wibbelstetz“ beim Abschlusskonzert der Kneipentour auf der Bühne gestanden. Der chilenische Produzent Tato Gomez („Macho, Macho“) war für den „Abend der Lieder“ sogar eigens aus Wien angereist.

Draußen vor der Konviktkapelle schneite es zwar ohne Unterlass, doch drinnen war das Eis schnell gebrochen. Die vier „Liedermacher“ (O-Ton Hannes Schöner), die an Klavier und Keyboard vom begnadeten Gero Körner und an Schlagzeug und Percussion vom ebenso überzeugenden Wolf Simon unterstützt wurden, brauchten nicht lange, um auf Betriebstemperatur zu kommen.

Von Stück zu Stück stieg der Spaß sowohl bei den Musikern auf der Bühne als auch bei den zahlreichen Zuschauern davor. Es wurde geklatscht, mitgesungen und geschunkelt. Mittendrin schob Tato Gomez dann noch eine kleine allgemeine Gesangsstunde ein. „Wenn man Vokale ganz lang ausspricht, können sie eine entspannende, heilende Wirkung haben. Und da wir wollen, dass es euch allen gut geht, üben wir das jetzt“, forderte er die Zuschauer auf, ihm nachzusingen. Im nächsten Moment erfüllten rund 500 Stimmen das ehemalige Gotteshaus mit lang gezogenen „Iiihs, aaahs und ooohs“, die praktischerweise gleichzeitig den Refrain des nächsten selbst komponierten und Gänsehaut auslösenden Stücks von Gomez bildeten.

Auch ansonsten hatten die Zuhörer genügend Möglichkeiten mitzusingen, da insbesondere natürlich die Stücke von Günter Hochgürtel und den „Höhnern“ bestens bekannt waren. Für den erstmals eingerichteten Mitsingteil lagen im Übrigen Texthefte aus.

Bemerkenswert waren die zahlreichen Soli, unter anderem von Gero Körner auf dem Klavier und von Jens Streifling auf verschiedenen Instrumenten, die mit besonderen Ovationen bedacht wurden. Könnte man bei Streifling aufgrund seiner Auftritte mit den „Höhnern“ eher davon ausgehen, dass er ein zurückhaltender Typ ist, bewies er beim „Abend der Lieder“, dass er auch ganz vorne eine gute Figur abgibt. Egal ob mit Mundharmonika, Gitarre oder Saxophon, ihm konnte man in jeder Sekunde den Spaß an der Musik im Gesicht ablesen.

Unterhaltsam waren auch wie immer die Ansagen von Hannes Schöner und Günter Hochgürtel. Zu jedem ihrer Stücke hatten die beiden eine meist witzige Anekdote zu erzählen. Die Musiker schafften es auf diese Art außerdem, in der doch recht großen und überfüllten Kapelle ein freundschaftliches, wenn nicht sogar intimes Verhältnis zum Auditorium aufzubauen.

Da der Konzertabend in der Münstereifeler Konviktkapelle erfahrungsgemäß immer sehr schnell ausverkauft war, gab es am Samstag und Sonntag noch Zusatzkonzerte im Gemünder Kursaal und im Rondell in Gerolstein.



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