Erstellt 28.12.09, 19:17h
Statt Tarifverhandlungen gibt es den „Dritten Weg“: In paritätisch besetzten Kommissionen ringen kirchliche Arbeitgeber und gewählte Vertreter der Beschäftigten so lange, bis ein Kompromiss gefunden ist.
In der Vergangenheit war dies meist unproblematisch; man schrieb einfach den Angestelltenvertrag für den Öffentlichen Dienst ab. Der wurde vor vier Jahren reformiert, aber von der Caritas nicht übernommen. Inoffizielle Begründung: Zu teuer.
Nicht nur bei der Caritas, sondern auch beim evangelischen Sozialwerk Diakonie knirscht es seitdem in den Kommissionen. In Ostwestfalen hatte die Gewerkschaft Verdi im Herbst erstmals zu Streiks beim evangelische Johannisstift aufgerufen. Das hat Verdi daraufhin verklagt. Im Frühjahr entscheidet das Bielefelder Arbeitsgericht. Der Dritte Weg der Kirchen steht damit auf der Kippe. (gmw)
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