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Erkenntnisse für „Zwanzigzehn“

Arbeiten eher schädlich

Von Jürgen Sussenburger, 30.12.09, 23:29h, aktualisiert 30.12.09, 23:30h

Im berühmt-berüchtigten Jahr „Zwanzigzehn“ soll den Vorhersagen zufolge bis auf den Mehrwertsteuersatz in Hotels praktisch alles steigen: Das Wirtschaftswachstum, die Preise, die Arbeitslosigkeit, die Banker-Boni, die Zinsen, die Schuldenberge, die Exporte und die Aktienkurse. Wenn das mal gut geht.

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300 Millionen Mal "guten Rutsch" per SMS. (Bild: Jupiter)
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300 Millionen Mal "guten Rutsch" per SMS. (Bild: Jupiter)
Da kann ja nichts mehr schief gehen im neuen Jahr. Fast 300 Millionen Mal wollen sich allein die Deutschen per SMS einen „guten Rutsch“ wünschen. Das hat auch für 2009 bereits recht gut funktioniert: Der damals vielfach prophezeite ökonomische Weltuntergang wurde im Jahresverlauf wieder abgesagt und somit allen Unkenrufern ein Schnippchen geschlagen. Diesmal überwiegen die Optimisten - hoffentlich ist das kein schlechtes Omen. Im berühmt-berüchtigten Jahr „Zwanzigzehn“ soll den Vorhersagen zufolge bis auf den Mehrwertsteuersatz in Hotels praktisch alles steigen: Das Wirtschaftswachstum, die Preise, die Arbeitslosigkeit, die Banker-Boni, die Zinsen, die Schuldenberge, die Exporte und die Aktienkurse. Wenn das mal gut geht. Selbst die Zahl der Arbeitstage steigt: Der 1. Mai, der 3. Oktober, die Weihnachtstage, sie alle fallen aufs Wochenende. Fast schon erstaunlich, dass der Karfreitag nicht sonntags stattfindet.

Die Bundesbank hat errechnet, dass wir mit den zusätzlichen Arbeitstagen das Bruttoinlandsprodukt locker um 0,2 Prozentpunkte erhöhen. Untersuchungen aus Österreich kommen allerdings zu einem anderen Ergebnis: An den Feiertagen geben die Menschen mehr Geld für ihre Freizeitvergnügen aus als sie durch zusätzliches Arbeit erwirtschaften. Die Wirtschaftsexperten aus unserem Nachbarland schließen daraus logisch haarscharf - jetzt mal stark verkürzt: Gesamtwirtschaftlich gesehen ist Arbeiten eher schädlich.

Mit so vielen tief schürfenden Prognosen gefüttert, muss 2010 ein spannendes Jahr werden.



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