Von Lars Richter, 30.12.09, 19:31h
Szilagyi (31) hat das alles selbstverständlich gern getan, nachdem er sich mit seinem Team am Dienstagabend in der Handball-Bundesliga bei der HSG Düsseldorf mit 32:28 (13:13) durchgesetzt hatte. „Es bleibt immer das letzte Ergebnis im Kopf, deswegen war dieser Sieg sehr wichtig für uns“, erklärte der österreichische Spielmacher erleichtert. Er selbst hatte als bester Werfer (sechs Tore) und mit einigen starken Anspielen entscheidenden Anteil daran, dass sich sein Klub an diesem positiven Erlebnis erst einmal bis nach der EM (19. bis 31. Januar) erfreuen kann: Erst am Wochenende 6. / 7. Februar geht es für die Mannschaft von Trainer Sead Hasanefendic mit dem Viertelfinale im DHB-Pokal gegen den THW Kiel weiter.
Die Zeit zur psychischen und physischen Regeneration ist für den VfL vermutlich selten so wertvoll wie im Winter 2009 / 2010 gewesen. Wegen der finanziellen Schwierigkeiten tritt Gummersbach mit einem überschaubaren Kader an, die sieben arrivierten Leistungsträger erhalten sporadisch Unterstützung von talentierten Nachwuchskräften wie dem in Düsseldorf mit fünf Toren positiv in Erscheinung getretenen Ole Rahmel. „Wir waren in den vergangenen Monaten viel unterwegs“, erklärte Szilagyi, „das ist nicht nur körperlich, sondern auch mental anstrengend, weil man immer wieder mit den gleichen Sachen beschäftigt ist.“ Teamkollege Adrian Wagner (31) empfand das ähnlich: „Wir sind der Verein, der am dringendsten Ruhe braucht.“
Mit dem Einzug ins Finale des DHB-Pokals in Hamburg sowie dem Gewinn des EHF-Cups war die Spielzeit 2008 / 2009 sehr erfolgreich, und auch Platz sechs in der Bundesliga sorgt für gute Stimmung zum Jahreswechsel. „Mit 23 Punkten bin ich unwahrscheinlich zufrieden“, verkündet Coach Sead Hasanefendic, „viel mehr hätten wir mit Stars auch nicht.“
Tatsächlich müssen sich einige der wirtschaftlich und personell besser ausgestatteten Konkurrenten im Tableau hinter dem VfL einreihen. Ob der Status quo aber auch den Trend für die Rückrunde vorgibt, vermag Szilagyi nicht zu beurteilen: „Es kann in beide Richtungen gehen. Einerseits haben wir sogar noch ein paar Punkte liegen lassen, andererseits darf uns nichts mit Verletzungen passieren.“
Eine gute Grundlage für die verbleibenden Aufgaben ist es zweifellos, so viel steht auch für Adrian Wagner fest. Er sagt: „Wir haben einen guten Job gemacht und werden auch im neuen Jahr locker und froh durch Deutschland reisen.“
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