Harte Tarifverhandlungen und Streiks sollen nach dem Willen der Arbeitgeber 2010 ausfallen - als Gegenleistung dafür, dass in der Krise viele Stellen erhalten wurden. (Archivbild: Ralf Johnen)
Harte Tarifverhandlungen und Streiks sollen nach dem Willen der Arbeitgeber 2010 ausfallen - als Gegenleistung dafür, dass in der Krise viele Stellen erhalten wurden. (Archivbild: Ralf Johnen)
BERLIN - Angesichts unsicherer Aussichten für 2010 haben Unternehmensverbände und Wirtschaftsexperten die Arbeitnehmer zur Lohnzurückhaltung aufgerufen. Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Industrie- und Handelskammertages, nannte das Potenzial für Lohnsteigerungen in der „Bild“-Zeitung „nahezu aufgefressen“. Angesichts der Wirtschaftskrise hätten die Löhne in vielen Branchen eigentlich deutlich sinken müssen, sagte Wansleben. „Mit Kurzarbeit haben die Firmen Beschäftigung gehalten, aber dafür auch viel Geld bezahlt.“ Auch der Präsident des Berliner Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, warb für Zurückhaltung. Dies könne in der einen oder anderen Branche auch eine zweijährige Lohnpause bedeuten. Linken-Fraktionsvize Klaus Ernst dagegen erklärte, Nullrunden seien Gift für die Konjunktur. (afp)