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Esoterik-Forscher

Wahrsager lagen meist daneben

Erstellt 14.12.09, 13:36h, aktualisiert 14.12.09, 16:42h

Die einen glauben daran, die anderen nicht. Der Mathematiker Michael Kunkel weiß: „Wahrsager liegen überwiegend daneben und wenn sie richtig liegen, dann sind es Zufallstreffer.“ Bestes Beispiel dafür sei Boris Becker und sein Privatleben.

Michael Kunkel
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Michael Kunkel mit einer Lupe an einer leuchtenden Kugel. (Bild: ddp)
Michael Kunkel
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Michael Kunkel mit einer Lupe an einer leuchtenden Kugel. (Bild: ddp)
DARMSTADT - Wahrsager haben bei ihren Prognosen für das Jahr 2009 nach Ansicht der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften meist versagt. "Wahrsager liegen überwiegend daneben und wenn sie richtig liegen, dann sind es Zufallstreffer", sagte der Mathematiker Michael Kunkel von der GWUP am Montag.

Bestes Beispiel dafür sei Boris Becker, über dessen Privatleben für 2009 alle möglichen Varianten vorhergesagt worden seien. "Irgendeine von diesen Prognosen musste ja schließlich zutreffen", sagte Kunkel im Hinblick auf die Hochzeit des ehemaligen Tennisstars.

Genauso verhalte es sich auch bei unkonkret getroffenen Vorhersagen wie beispielsweise über Naturkatastrophen und Terroranschläge: "Wer heute Regen voraussagt, hat immer recht: irgendwo regnet es morgen mit Sicherheit", sagte Kunkel, der die gesammelten Astrologenprognosen ausgewertet hat.

Katastrophen vorausgesagt

Die Astrologen hatten für dieses Jahr unter anderem Anschläge auf den US-amerikanischen Präsidenten, Terroranschläge in Berlin und Frankfurt am Main sowie ein erfolgreiches Comeback von Michael Jackson vorhergesagt. Recht hatte allerdings eine kanadische Wahrsagerin mit der Prognose, es werde im Hudson-River in New York zu einem Flugzeugabsturz kommen.

Kunkel verwies jedoch darauf, dass dies bei dem hohen Flugaufkommen über dem Fluss statistisch gesehen wahrscheinlich sei. "Wer als Wahrsager jedes Jahr mehr als 200 Vorhersagen abgibt, bei dem ist die Wahrscheinlichkeit eines Treffers allein schon aus rechnerischen Gründen groß", fügte Kunkel mit Blick auf die kanadische Astrologin hinzu.

Die GWUP befasst sich nach eigenen Angaben unter anderem kritisch mit Themen wie Homöopathie, Astrologie und Wahrsagerei. Der Verein setzt sich dafür ein, parawissenschaftliche Phänomene wie beispielsweise Esoterik wissenschaftlich zu untersuchen. Er ist mit rund 900 Vereinsmitgliedern nach eigenen Angaben die "größte Skeptiker-Organisation im deutschsprachigen Europa". (epd)



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