Erstellt 14.12.09, 16:54h
Zehntausende Anhänger und Sympathisanten der zweitgrößten Palästinenserorganisation hatten am Montag mit einer Großkundgebung in Gaza den 22. Jahrestag der Hamas gefeiert. Nach Hamas-Angaben waren es mehr als 100.000 Menschen. Schulen und öffentliche Einrichtungen blieben geschlossen.
Überraschung bleibt aus
Die Hamas-Führung hatte vor der Kundgebung eine "Überraschung" angekündigt. Hanija ging in seiner einstündigen Rede nicht direkt darauf ein. Als neu werteten politische Kommentatoren in Gaza den Hinweis, dass die Hamas bereit sei, gemeinsam mit der Fatah-Organisation von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sowie anderen Gruppierungen eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden.
Hanija kündigte in seiner Rede eine Fortsetzung des "Widerstandes" gegen Israel an. In einer Erklärung der Al-Kassam-Brigaden - das ist der bewaffnete Arm der Hamas - werden folgende Ziele definiert: "Die Befreiung Palästinas ist unser Ziel, der Widerstand ist unser Mittel, Jerusalem ist unsere Hauptstadt, die Flüchtlinge gehören zu uns, und wir müssen sie nach Hause bringen. Die Häftlinge sind palästinensische Helden und deren Freilassung hat für uns Priorität."
Die radikal-islamische Hamas wurde am 14. Dezember 1987 zu Beginn des ersten Palästinenseraufstandes (Intifada) gegründet. Sie ist nach der Fatah-Organisation von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas die zweitgrößte Palästinensergruppe.
Die Hamas gewann die Parlamentswahl im Januar 2006. Seit einem blutigen Putsch im Juni 2007 kontrolliert die Hamas das kleine Palästinensergebiet am Mittelmeer. Die Hamas betrachtet rund die Hälfte der 1,5 Millionen Einwohner im Gazastreifen als ihre Parteibasis. Die moderate Palästinenserführung in Ramallah hatte Hamas-Feierlichkeiten im Westjordanland - dem anderen Palästinensergebiet - verboten. (dpa)
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Heiße Luft - wie Haaretz richtig schreibt
14.12.2009 | 21.52 Uhr | Lothar Böhmer
Die Fatah hat nach Verhandlungsbereitschaft Israels diverse Passagen aus der Charta gestrichen,- genau so wird's auch die Hamas tun.
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