Erstellt 31.12.09, 09:19h, aktualisiert 31.12.09, 09:24h
Vier kanadische Soldaten und eine Journalistin getötet
Unterdessen kamen bei einem weiteren Anschlag im Süden des Landes vier kanadische Soldaten und eine Journalistin ums Leben. Nach Berichten des kanadischen Fernsehens wurden sie getötet, als während einer Patrouille südlich von Kandahar ein Sprengsatz neben ihrem Fahrzeug explodierte.
Laut "Washington Post" dient die Forward Operating Base Chapman in der Provinz Khost, wo sich der erste Anschlag ereignete, der CIA als Einsatz- und Überwachungszentrum für Operationen im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet. Die Gegend gilt als Hochburg der Taliban. Der Selbstmordattentäter habe seine Bombenweste in einem Fitness-Raum der Anlage gezündet. Bei den meisten Getöteten handele es sich um CIA-Angestellte oder Vertragsmitarbeiter. Auch mindestens ein afghanischer Zivilist sei ums Leben gekommen.
Ein Sprecher der NATO-Truppe ISAF sagte, es seien weder US-Soldaten noch andere ISAF-Kräfte verletzt oder getötet worden. Acht Menschen seien verletzt worden, einige davon schwer. Unklar sei, wie der Selbstmordattentäter unbemerkt auf das Gelände gelangen konnte, berichtete die Zeitung weiter.
Bei Berichterstattung getötet
Ein Sprecher des US-Außenministeriums bestätigte lediglich den Tod von acht amerikanischen Zivilisten. "Wir trauern um den Verlust", sagte Außenamtssprecher Ian Kelly in Washington. Weitere Informationen zu den Opfern würden solange zurückgehalten, bis die Angehörigen informiert seien. Nach offiziellen Angaben kamen seit Beginn des US-Einsatzes in Afghanistan Ende 2001 vier CIA-Agenten ums Leben.
Bei der getöteten kanadischen Journalistin handelt es sich laut kanadischem Fernsehen um die 34-jährige Michelle Lang vom "Calgary Herald", die erst seit gut zwei Wochen aus Afghanistan berichtete. Sie befand sich am Mittwoch zusammen mit den Soldaten auf einer Kontrollfahrt durch eine vermeintlich sichere Gegend im Süden Kandahars. Fünf Soldaten wurden bei dem Anschlag verletzt.
Die Reporterin ist den Berichten zufolge die zweite Zivilperson, die seit Beginn des kanadischen Afghanistan-Einsatzes 2002 getötet wurde. Die Zahl der getöteten kanadischen Soldaten stieg damit auf insgesamt 138.
Taliban bekennen sich zu Anschlag
Die radikalislamischen Taliban haben sich zu dem Selbstmordanschlag auf das CIA-Lager im Osten Afghanistans bekannt. "Wir übernehmen die Verantwortung für den Angriff", sagte Talibansprecher Sabiullah Mudschahid am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP am Telefon. Der Talibansprecher sagte im Gegensatz zu den Medienberichten, die von acht Toten sprachen, es seien 16 US-Bürger getötet worden. (dpa, afp, rtr, ksta)
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