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Terrorserie

Zwei Anschläge in Afghanistan

Erstellt 31.12.09, 09:19h, aktualisiert 31.12.09, 09:24h

An Silvester haben sich in Afghanistan zwei Anschläge mit insgesamt mindestens 13 Toten ereignet. In der Provinz Khost sprengte sich in einem CIA-Gebäude ein Mann in die Luft, bei Kandahar tötete eine Bombe vier kanadische Soldaten sowie eine Journalistin.

Afghanische Soldaten
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Soldaten der afghanischen Regierungsarmee nach einem Anschlag in Kabul (Archivbild). Bei einem Selbstmordanschlag sind Amerikaner und Kanadier getötet worden.
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Soldaten der afghanischen Regierungsarmee nach einem Anschlag in Kabul (Archivbild). Bei einem Selbstmordanschlag sind Amerikaner und Kanadier getötet worden.
KABUL/KANDAHAR/WASHINGTON - Bei einem Selbstmordanschlag auf eine US-Basis im Osten Afghanistans sind am Mittwoch mindestens acht Amerikaner getötet worden. Nach Medienberichten handelt es sich um CIA-Mitarbeiter. Der Anschlag in der Nähe der pakistanischen Grenze sei der wohl folgenschwerste auf den US-Geheimdienst seit Beginn des Afghanistan-Krieges vor acht Jahren, berichtete die "Washington Post" in der Nacht online unter Berufung auf Regierungskreise. CIA-Vertreter waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Vier kanadische Soldaten und eine Journalistin getötet

Unterdessen kamen bei einem weiteren Anschlag im Süden des Landes vier kanadische Soldaten und eine Journalistin ums Leben. Nach Berichten des kanadischen Fernsehens wurden sie getötet, als während einer Patrouille südlich von Kandahar ein Sprengsatz neben ihrem Fahrzeug explodierte.

Laut "Washington Post" dient die Forward Operating Base Chapman in der Provinz Khost, wo sich der erste Anschlag ereignete, der CIA als Einsatz- und Überwachungszentrum für Operationen im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet. Die Gegend gilt als Hochburg der Taliban. Der Selbstmordattentäter habe seine Bombenweste in einem Fitness-Raum der Anlage gezündet. Bei den meisten Getöteten handele es sich um CIA-Angestellte oder Vertragsmitarbeiter. Auch mindestens ein afghanischer Zivilist sei ums Leben gekommen.

Ein Sprecher der NATO-Truppe ISAF sagte, es seien weder US-Soldaten noch andere ISAF-Kräfte verletzt oder getötet worden. Acht Menschen seien verletzt worden, einige davon schwer. Unklar sei, wie der Selbstmordattentäter unbemerkt auf das Gelände gelangen konnte, berichtete die Zeitung weiter.

Bei Berichterstattung getötet

Ein Sprecher des US-Außenministeriums bestätigte lediglich den Tod von acht amerikanischen Zivilisten. "Wir trauern um den Verlust", sagte Außenamtssprecher Ian Kelly in Washington. Weitere Informationen zu den Opfern würden solange zurückgehalten, bis die Angehörigen informiert seien. Nach offiziellen Angaben kamen seit Beginn des US-Einsatzes in Afghanistan Ende 2001 vier CIA-Agenten ums Leben.

Bei der getöteten kanadischen Journalistin handelt es sich laut kanadischem Fernsehen um die 34-jährige Michelle Lang vom "Calgary Herald", die erst seit gut zwei Wochen aus Afghanistan berichtete. Sie befand sich am Mittwoch zusammen mit den Soldaten auf einer Kontrollfahrt durch eine vermeintlich sichere Gegend im Süden Kandahars. Fünf Soldaten wurden bei dem Anschlag verletzt.

   Die Reporterin ist den Berichten zufolge die zweite Zivilperson, die seit Beginn des kanadischen Afghanistan-Einsatzes 2002 getötet wurde. Die Zahl der getöteten kanadischen Soldaten stieg damit auf insgesamt 138.

Taliban bekennen sich zu Anschlag

Die radikalislamischen Taliban haben sich zu dem Selbstmordanschlag auf das CIA-Lager im Osten Afghanistans bekannt. "Wir übernehmen die Verantwortung für den Angriff", sagte Talibansprecher Sabiullah Mudschahid am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP am Telefon. Der Talibansprecher sagte im Gegensatz zu den Medienberichten, die von acht Toten sprachen, es seien 16 US-Bürger getötet worden. (dpa, afp, rtr, ksta)



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