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Anschlag in Pakistan

Fahndung nach Attentätern

Erstellt 01.01.10, 18:31h, aktualisiert 02.01.10, 10:58h

Bei einem Anschlag in Pakistan sind mindestens 90 Menschen ums Leben gekommen. Ein Selbstmordattentäter zündete neben einem Sportplatz an der Grenze zu Afghanistan eine Bombe. Die Polizei fahndet nach den Drahtziehern des Attentats.

Sportplatz in Pakistan
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Der Anschlag auf den Sportplatz in Pakistan ist das schwerste Attentat seit rund zwei Monaten in dem Land. (Bild: afp)
Sportplatz in Pakistan
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Der Anschlag auf den Sportplatz in Pakistan ist das schwerste Attentat seit rund zwei Monaten in dem Land. (Bild: afp)
ISLAMABD – Nach dem schweren Selbstmordanschlag mit über 90 Toten auf einem Sportplatz in Pakistan fahnden Polizei und Militär nach den Hintermännern des Attentats. "Wir rechnen mit einigen Festnahmen im Laufe des Tages", sagte ein Polizeisprecher im Distrikt Lakki Marwat am Samstag. Der Anschlag am Rande eines Volleyball-Spiels in der unruhigen Nordwest-Grenzprovinz war der schwerste in Pakistan seit gut zwei Monaten.

Bisher bekannte sich niemand zu dem Attentat am Neujahrstag. Sicherheitskräfte machten aber radikal-islamische Extremisten für die Tat verantwortlich. Es habe in den vergangenen Tagen Drohungen gegen die Zivilbevölkerung gegeben. Nach Medienberichten sind unter den mindestens 95 Toten auch zahlreiche Kinder. Die Zahl der Verletzten wurde am Samstag mit "mehreren Dutzend" angegeben.

Polizeisprecher Mohammad Ayub Khan sagte, die Terroristen seien mit zwei Fahrzeugen in das Dorf Sha Hassan Khel gekommen. Ein blauer Lieferwagen sei auf den gut besuchten Sportplatz gefahren und dort explodiert. Der zweite Wagen habe unmittelbar danach das Dorf wieder verlassen.

Der Distrikt Lakki Marwat grenzt an die Taliban-Hochburg Süd-Waziristan. In dem Stammesgebiet an der Grenze zu Afghanistan führt das pakistanische Militär seit Mitte Oktober ein Großoffensive gegen Taliban-Kämpfer und El-Kaida-Terroristen. Dabei wurden nach Angaben der Armee bislang mehr als 600 Extremisten getötet. Im Gegenzug verüben die Aufständischen landesweit immer wieder blutige Anschläge gegen Einrichtungen der Sicherheitskräfte und zivile Ziele, bei denen in den vergangen zwei Monaten mehr als 500 Menschen ums Leben kamen. (dpa)



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