Schriftgröße

Terrordrohung

Botschaften im Jemen geschlossen

Erstellt 03.01.10, 17:03h, aktualisiert 03.01.10, 21:39h

Nach Anschlagsdrohungen des terrornetzwerks El Kaida haben die USA und Großbritannien ihre Botschaften im Jemen geschlossen. Rolf Mützenich, außenpolitischer Sprecher der SPD geht davon aus, dass ein Militäranschlag gegen Terrorgruppen kurz bevorsteht.

Jemen
Bild vergrößern
Der Jemen will mehr im Kampf gegen den Terrorismus tun. (Bild: dpa)
Jemen
Bild verkleinern
Der Jemen will mehr im Kampf gegen den Terrorismus tun. (Bild: dpa)
KÖLN - Die USA werden nach Einschätzung des außenpolitischen Sprechers der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, in Kürze militärisch gegen Terrorgruppen der Al Kaida im Jemen vorgehen. „Präsident Barack Obama wird wahrscheinlich schon in den kommenden Tagen einen Militärschlag anordnen“, sagte Mützenich dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Dabei seien eher inneramerikanische Motive maßgeblich als sicherheitspolitische Notwendigkeiten. Obama werde versuchen, mit einem Militäreinsatz der Kritik der oppositionellen Republikaner an seinem vermeintlich zu unentschlossenem Vorgehen gegen den Terror zu begegnen.

Sicherheitspolitisch sei ein militärisches Vorgehen dagegen uneffektiv, kritisierte der SPD-Politiker. „Die im Jemen aktiven radikalislamischen Terrorgruppen kann man mit militärischen Mitteln kaum entscheidend schwächen“, sagte Mützenich. Die Erfahrung zeige, dass mit geheimdienstliche Erkenntnissen und polizeiliche Ermittlungen Terroranschläge auf Dauer erfolgreicher verhindert werden könnten als durch Militäreinsätze.

Nach den Anschlagsdrohungen haben die USA und Großbritannien ihre Botschaften im Jemen vorerst geschlossen. Auch die deutsche Botschaft in der Hauptstadt Sanaa verschärfte am Sonntag ihre Sicherheitsvorkehrungen. Die US-Botschaft in der Hauptstadt Sanaa teilte im Internet mit, der regionale El-Kaida-Ableger habe mit Anschlägen gegen US-Einrichtungen im Jemen gedroht. Wie lange die Botschaften geschlossen bleiben sollten, war unklar. Ein Sprecher des Außenministeriums in London sagte, ob die Vertretung am Montag wieder öffnen werde, sei noch nicht entschieden. Gegen die deutsche Botschaft habe es keine Drohung gegeben, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. „Der Dienstbetrieb wird fortgesetzt, aber die Sicherheitsvorkehrungen werden verstärkt.“ (ksta/afp)



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


Anzeige


Umfrage

Protestieren Sie gegen ACTA?
Bundesweit sind Proteste gegen das internationale Handelsabkommen ACTA geplant. Es sieht unter anderem vor, Urheberrechtsverletzungen strenger zu ahnden. Kritiker befürchten Zensur und Überwachung vor allem im Internet. Beteiligen Sie sich am Protest?

Bildergalerien


Jahresrückblick


ksta-blogs.de


Kölner Stadt-Anzeiger auf dem iPad


Neue Videos – Politik/Nachrichten




Meistgelesene Artikel


Kolumne


Hintergrund


Die andere Meinung


Mein ksta.de


Forum


Brutto / Netto Rechner

Optimieren Sie Ihr Gehalt:
Bruttogehalt (Euro mtl.) Steuerklasse

Dienste