Von Kerstin Meier, 06.01.10, 16:40h, aktualisiert 06.01.10, 17:18h
In seinem Grundlagenseminar mit dem Titel „Reality Check“ schickt er die Teilnehmer mit so einer analogen Kamera quer durch Köln. „Wir haben einen Stadtplan auseinandergeschnitten und jeder hat davon einen Schnipsel bekommen. Jetzt sollen die Studenten dort Menschen porträtieren.“
Für fortgeschrittenere Studenten bietet Tobias Zielony das Seminar „Hero / Anti-Hero“ an. Darin sollen sie sich mit dem Thema Helden und Vorbilder auseinandersetzen. Ein Thema, das auch zu Tobias Zielonys Situation passt - schließlich tritt er an der Kunsthochschule für Medien in die großen Fußstapfen des renommierten Fotografen Jürgen Klauke, der von 1994 bis Februar 2009 „künstlerische Fotografie“ an der KHM lehrte. Der 36-Jährige geht mit diesem Erbe sehr entspannt um. Das liegt vor allem daran, dass er weiß, wo und wofür er steht: „Meine Arbeiten haben einen dokumentarischen, im weitesten Sinne politischen Ansatz, ich bin jemand, der gesellschaftlich denkt. Das ist mir wichtig.“
Auf vielen seiner dokumentarischen Bilder sind Jugendliche zu sehen, die zusammen auf der Straße herumhängen. Tobias Zielony interessiert vor allem die Art, wie sie sich selbst inszenieren - mit Kleidung, mit Gesten und Posen.
Mit diesem Profil hat sich Tobias Zielony längst einen eigenen Namen gemacht. Was zieht also einen erfolgreichen Fotografen nach Köln an die Kunsthochschule? „Ich hatte eine Gastprofessur in Essen an der Folkwangschule, da habe ich gemerkt, dass mir die Arbeit mit Studenten Spaß macht.“ An der KHM gefällt ihm vor allem, dass sich dort mit Film, Video und Fotografie die unterschiedlichsten Medien miteinander verbinden, sagt er. „Ich habe selber auch Videos gedreht, oder einen Film, der sich aus einzelnen Fotos zusammen setzt.“ Das interdisziplinäre Arbeiten an der KHM sei für ihn deswegen besonders interessant: „Ich freue mich, in diesem Kontext mit den Studenten zu arbeiten.“
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige

Frankfurter Rundschau
Protest gegen Urheberrechtsabkommen ACTA - 2000 demonstrieren in FrankfurtBundesweit Proteste gegen Urheberrechtspakt - „Legt ACTA ad acta“

EXPRESS
Reus, Hanke, Arango treffen - 3:0! Fohlen führen Schalke vorMenschlicher Starenkasten - Franzose macht sich über Blitzer lustig

Spiegel Online
Massenprotest in Lissabon: Hunderttausend demonstrieren gegen SparpaketFotostrecke: Gladbach überzeugt gegen Schalke