Von Peter Pauls, 07.01.10, 21:38h, aktualisiert 08.01.10, 00:12h
Jörg Frank stand am Ende eines dieser notorischen Auswahlverfahren, denen sich kein Bewerber von Rang stellt - weil der Ausgang schon am Anfang fest steht: Jörg Frank sollte Kämmerer werden. Wer geht in ein totes Rennen und kehrt verheizt in die Heimat zurück? So wird man leicht der Beste.
An diesem Murks haben einige verdient. Die SPD, weil der Verzicht der Grünen auf eine eigene OB-Kandidatur - dafür bekamen sie den Kämmerer - ihrem Kandidaten die entscheidenden Stimmen gab. Die FDP, die sich ihr Ja für den grünen Kämmerer mit einem Bürgermeister-Posten entgelten ließ. Die Grünen, weil sie ihren Kämmerer schon noch kriegen. Verlierer? Das sind die Bürger, deren Vertrauen man mit solchem Kuhhandel verspielt.
Nun gibt es eine neue Chance, tatsächlich den Besten zu suchen. Ein Parteibuch dürfe kein Ausschlussgrund sein, heißt es stets. Aber das ist bigotte Rhetorik. Voraussichtlich wird auch der oder die neue als erste Qualifikation dieses Parteibuch brauchen.
Welche Verwaltungserfahrung hat eigentlich der RP Lindlar? Der gelernte Lehrer war, bevor er als Oberaufseher über die Erfahrung von Kandidaten befinden durfte, Landtagsabgeordneter, also Mandatsträger wie der Kandidat Frank. Ein guter Kölner Murks kennt keine Gerechten!
Kämmerer-Debakel: Ein Geschäft auf die kölsche Art
Kompetenzsiegel für Politiker
08.01.2010 | 16.17 Uhr | holzie
wenn ich den Vorgang richtig interpretiere, dann hat ein "blinder" Kompetenzträger einem anderen den Job vermasselt- medienwirksam dargestellt. Hier…
Parteien raus aus den Kommunen!
08.01.2010 | 15.23 Uhr | Sanni
Wer Kämmerer werden will, muss seine Verwaltung und seine Bürger kennen und nicht die Parteiklüngelei. Das gilt übrigens für die anderen politischen…
Evangele will Papst werden
08.01.2010 | 12.30 Uhr | bestof
Na ja , wenn Assenmacher die Kölnarena leiten darf und Overath ein moderners Unternehmen namens Bundesligaverein, dann kann in Köln auch ein…
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