Von Steffi Breitbarth, 08.01.10, 17:40h, aktualisiert 09.01.10, 09:30h
Dieselbe Menge hatte in den Jahren 2006 und 2007 noch für den ganzen Winter gereicht. Selbst Granulat sei jetzt knapp, teilt die Stadt mit. Auch mit den zusätzlichen 170 Tonnen, die den TBL geliefert wurden, müsse man sparsam umgehen. Was genau aber bedeutet das für die Räumung an diesem Wochenende?
Stadt rät zu Schneeketten
Das Granulat soll erst dann gestreut werden, wenn es aufgehört hat zu schneien. So lange es schneit, beschränken sich die Technischen Betriebe darauf, den Schnee von den Straßen zu schieben. 30 TBL-Mitarbeiter sind am Wochenende mit 21 Fahrzeugen im Einsatz. Auch drei zusätzliche Fahrer sind darunter, erklärt TBL-Chef Reinhard Gerlich. Die Stadt rät allen, die Auto fahren müssen, zum Einsatz von Schneeketten.
Nicht nur die Stadt rüstet sich gegen die kalte „Daisy“. Auf die Winterperiode sei man in jedem Fall vorbereitet, erklärte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Man arbeite mit zusätzlichen Firmen zusammen, um die Räumung von Gleisen und Bahnsteigen zu bewerkstelligen. Mit Verspätungen sei dennoch zu rechnen, im schlimmsten Fall auch mit Ausfällen. Reisenden empfehle die Bahn, früh genug loszufahren und eventuell einen früheren Zug zu nehmen.
Die Wupsi könne ebenfalls keine Wetterprognose abgeben, teilt ein Sprecher mit. Mit Verspätungen werde bei Schneefällen zu rechnen sein, in welchem Umfang sei allerdings fraglich. Eventuelle Ausfälle werde man kurzfristig über „Radio Leverkusen“ bekannt geben.
Fahrer entscheiden
Eine Herausforderung könnte das Wochenende auch für die Avea darstellen, die an diesem Samstag in einigen Leverkusener Bezirken mit der Abholung der Weihnachtsbäume beginnt. „Wie viel Schnee runterkommt, weiß keiner“, teilt ein Sprecher des Abfallentsorgers mit. Mit Schwierigkeiten rechne man aber. Die Fahrzeuge seien einsatzbereit und würden auch fahren. Welche Straßen befahrbar seien, werde von den Fahrern entschieden. Im schlimmsten Falle müsse man Fahrten abbrechen.
Auch das Technische Hilfswerk hat sich für alle Fälle gerüstet, erklärt Stefan Lutz, stellvertretender Ortsbeauftragter des THW Leverkusen. Fahrzeuge seien mit Schneeketten ausgerüstet worden, erhöhte Einsatzbereitschaft wurde angeordnet. Man rechne vor allem mit Einsätzen auf der Autobahn. Auch die Kräfte der Elektroversorgung stünden bereit und könnten mit ihren Stromaggregaten aushelfen. Ansonsten sei man auf alle Einsätze vorbereitetet, bei denen man gebraucht werde.
Bei so vielen Vorbereitungen, fehlt jetzt nur noch die weiße Pracht. Dem ein oder anderen mag sie beim Rodeln oder Schneemannbauen vielleicht sogar ein wenig Freude bereiten.
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