Von Das Gespräch führte Hans-Günter Borowski, 19.01.10, 09:09h
HORST SCHMIDTBERG: Zurzeit haben wir keine Funkprobleme. In den letzten drei Jahren gab es an heißen Sommertagen über mehrere Stunden Ausfälle im Funk, da die Technik im unisolierten und somit aufgeheizten Dachstuhl der Schule Uferstraße untergebracht war. Seit Mitte 2009 befindet sich die Funkanlage für den Innenstadtbereich Leichlingens auf dem Gelände des Bauhofes. Die Funkausleuchtung ist noch nicht optimal.
In welchen Ortsteilen gibt es die größten Empfangs-Lücken?
SCHMIDTBERG: Wir werden, obwohl dies eigentlich nicht die Aufgabe der Feuerwehr ist, alle Bereiche des Stadtgebietes abfahren, nach Funklöchern suchen und dies der Kreisleitstelle mitteilen.
Hat es bei Einsätzen ernste Schwierigkeiten gegeben?
SCHMIDTBERG: Bei Einsätzen hat es gottlob bisher keine ernsten Schwierigkeiten gegeben. Bei den oben erwähnten Ausfällen haben die Kameraden unserer Funkwerkstatt den Einsatzleitwagen besetzt und während der Ausfallzeit eine Funkbrücke geschaltet. Ich hatte jedoch stets ein sehr ungutes Gefühl und habe befürchtet, dass irgendwann einmal die Feuerwehren aus Leverkusen, Langenfeld oder Solingen in das Leichlinger Stadtgebiet einfahren und mit einem deutlichen Zeitverlust Einsätze übernehmen müssen, nur weil das Funksystem erneut ausfällt und die Feuerwehr Leichlingen weder über Funkmeldeempfänger zu alarmieren noch ein Funkverkehr zwischen den Einsatzfahrzeugen stattfinden kann. Es sei an dieser Stelle deutlich gesagt: Für das ordnungsgemäße Funktionieren des Funksystems ist die Kreisverwaltung zuständig und verantwortlich.
Gibt es auch noch Probleme mit mangelnder Ortskenntnis der Kollegen in der Leitstelle? Es ist ja schon vorgekommen, dass beispielsweise Grünscheid und Dierath in Burscheid und Leichlingen verwechselt worden sind . . .
SCHMIDTBERG: Nein, dieses Problem existiert nicht mehr.
Hilft nur der Digitalfunk? Welche Kosten kommen auf die Stadt zu?
SCHMIDTBERG: Wir warten natürlich auf den Digitalfunk, da wir uns eine Verbesserung des Funkverkehres erhoffen. Das Problem ist jedoch nicht die Frage: Digital- oder Analogfunk? Da die Herstellerfirmen nur noch den Digitalfunk im Fokus haben und nicht mehr in den Analogfunk investieren, findet keine Weiterentwicklung statt und es wird nicht mehr in neue Geräte investiert. Dies ist vermutlich auch die Problematik im Rheinisch-Bergischen-Kreis. Die Geräte werden - wenn überhaupt - nur noch repariert. Einen Termin für die Einführung des Digitalfunkes gibt es nach meiner Kenntnis nicht. Die Kosten zur Ausstattung der Einsatzfahrzeuge werden für die Stadt Leichlingen 30 000 bis 40 000 Euro kosten.
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