Von Clemens Schminke, 21.01.10, 18:51h, aktualisiert 20.06.11, 11:29h
Der Wiederaufbau des Historischen Stadtarchivs kostet mehr Geld als ursprünglich veranschlagt. Entsprechende Zahlen, die nicht nur Neubau, sondern auch die Restaurierung, Konservierung und Digitalisierung des Archivguts betreffen, hat die Verwaltung dem Kulturausschuss vorgelegt. Der Finanzierungsplan sieht für die Jahre bis 2015 Gesamtausgaben von rund 120 Millionen Euro vor. Allein im laufenden Jahr sind es fast 20 Millionen, so dass sich ein Mehrbedarf von etwa 6,5 Millionen Euro ergibt. Damit ist nur der Sachaufwand erfasst. Der Ausschuss beschloss zudem die Vorlage, nach der für das Stadtarchiv zusätzlich 38,5 Stellen geschaffen werden. Das schlägt in diesem Jahr mit circa 1,7 und im folgenden mit beinahe zwei Millionen Euro zu Buche. 13 Stellen sollen unbefristet eingerichtet werden, vier nur bis zum Jahr 2012 und 21,5 bis 2015. Um den akuten Bedarf zu decken, sind aus dem Personalreserveplan der Verwaltung schon 21 Stellen bereitgestellt worden.
Die zahllosen Dokumente sind zurzeit willkürlich auf 19 andere Archive im Bundesgebiet verteilt, 17 davon in NRW. Archivleiterin Bettina Schmidt-Csaia sagte, vor der Rückführung nach Köln müssten die Konvolute jeweils gesichtet und geordnet werden. Sonst könnte man bis zum Einzug in den Neubau keinen Überblick darüber gewinnen, was genau vom Archivgut gerettet worden sei, und die Erschließung wäre auf Jahre unmöglich. Daher habe es keinen Zweck, alle Bestände so rasch wie möglich ins Restaurierungs- und Digitalisierungszentrum in Porz zu holen, auch wenn dort eine Fläche von rund 30 Regalkilometer Fläche zur Verfügung steht. Bis zum Sommer müssen aus Platzgründen die Bestände, die in Düsseldorf und Detmold lagern, zurücktransportiert werden und bis Ende dieses Jahres jener Teil, der nach St. Augustin gebracht worden war.
Laut Schmidt-Csaia sind in den vergangenen zweieinhalb Monaten 50 000 Archivalien identifiziert worden. „Mehr als eine Generation“ werde nötig sein, um alle Schäden an dem geborgenen Archivgut zu beheben, ergänzte Wilfried Reininghaus, der als Präsident des Landesarchivs NRW dem Fachbeirat „Wiederaufbau des Historischen Archivs der Stadt Köln“ angehört. Mit Blick auf die nationale und internationale Fachwelt versicherte er: „Man schaut auf Köln.“
Angesichts der Größe der Aufgabe fanden manche Ausschussmitglieder die aufkommende Diskussion, ob es nötig sei, unbefristete Stellen einzurichten, der Sache nicht angemessen. Daneben wurden Bedenken laut, der Kulturetat könne über Gebühr erhöht erscheinen, wenn ihm alle Kosten zugeordnet würden, die der Archiveinsturz verursacht hat, obwohl es sich um eine „gesamtstädtische“ Anstrengung handele. Kulturdezernent Georg Quander sagte, er nehme die Anregung mit, ob sich die hohen Beträge im Haushaltsplan nicht anders darstellen ließen.
Kölner Behörden und die Grundrechenarten
22.01.2010 | 16.12 Uhr | Mauritiustherme
Offenbar haben Kölsche Pänz Schwierigkeiten mit den Grundrechenarten. Anders lässt es sich nicht erklären, warum dies Pänz, wenn sie dann mal groß…
„Mehr als eine Generation“ werde nötig sein,
22.01.2010 | 11.15 Uhr | Hilfskraft
„Mehr als eine Generation“ werde nötig sein,
Das ist der Punkt. Durch grenzenlosen Schwachsinn der Verantwortlichen hat man uns jetzt Lebenden…
Hahaha
21.01.2010 | 21.45 Uhr | post_1551
Wieso verwundert diese Meldung nicht....?
Wir werden garantiert im Laufe der Zeit über noch höhere Kosten "informiert". Wie bei der überflüssigen…
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