Von Kerstin Meier, 21.01.10, 22:36h
Tatsächlich ist auf dem Foto die entblößte Brust der Frau zu erkennen. Man stelle sich nun aber vor, überall, wo entblößte Brüste zu sehen sind, hingen stattdessen röhrende Hirsche. In Museen, auf Werbeplakaten, auf Titelseiten. Hirsche hätten Hochkonjunktur!
Die Freiheit der Kunst oder die Empfindlichkeit einzelner - was ist wichtiger? Eine Grundsatzfrage, die auf den Fluren des Bundesbildungsministeriums derzeit heiß diskutiert wird. Denn nicht alle Mitarbeiter sind glücklich mit der Zensur ihres Flurschmucks. Deswegen hängt dort nun der hässliche Hirsch. „Ein billiges Bild, das wir lizenzfrei aus dem Internet gezogen haben“, erklärt Thomas Sondermann, der in der Verwaltung des BMBF arbeitet: „Einen alten, besonders unansehnlichen Rahmen gab es noch im Fundus.“ Das Motiv des Hirsches sei „dem rheinischen Gen geschuldet“, erklärt Sondermann, gleichzeitig aber auch als Kommentar zur Bilderstürmerei im Bildungsministerium gemeint.
Ein jeder Mitarbeiter im BMBF kann sich nun selber fragen, was schlimmer ist: Billiger Kitsch oder anstößige Kunst. Offenbar versteht man im Bildungsministerium nicht nur etwas von Bildung, sondern auch etwas von Humor.
Kitschiger Hirsch ersetzt Fotoarbeit
24.01.2010 | 01.32 Uhr | Justus58
Um zu verstehen, was im Forschungsministerium passiert ist, sollte man bei Wikipedia nachschlagen - sehr aufschlussreich: "Tiefenpsychologisch lässt…
Kunst und Kitsch
22.01.2010 | 09.16 Uhr | paulbangemann
Super Aktion,
und ne gute Gelegenheit sich mal wirklich Gedanken über den Stellenwert der Kunst zu machen. Muss Kunst jedem gefallen? Ist nur Kunst,…
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige

Frankfurter Rundschau
Flughafen Frankfurt - Bouffier verspricht Fluglärm-PlanVertuschungs-Vorwürfe gegen Wulff - Wulff wegen Sylt-Reise wieder in der Kritik

EXPRESS
Geburtstagsfeier mit Folgen - Darum ist dieser Audi so vereistSie wurden gefilmt - Indische Politiker gucken Porno im Parlament

Spiegel Online
EnBW-Deal: Mappus entgeht Ermittlungsverfahren"Concordia"-Zeugin: "Ich habe nie gesagt, ich liebe Schettino!"