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Geld für Exklusivität

Erstellt 22.01.10, 07:27h

Bezahlinhalte im Internet - das ist eine Perspektive, die Konstantin Neven DuMont in einem Vortrag an der Uni Leipzig vorstellte. Für exklusive Beiträge könne man langfristig durchaus Geld verlangen.

Konstantin Neven DuMont
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Konstantin Neven DuMont (Bild: dpa)
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Konstantin Neven DuMont (Bild: dpa)
KÖLN - Konstantin Neven DuMont, Herausgeber des „Kölner Stadt-Anzeiger“ und der „Frankfurter Rundschau“, hat ein Plädoyer für den Qualitätsjournalismus formuliert. Der Ausbau investigativer Recherchen müsse ganz oben auf der Agenda für den Journalismus der Zukunft stehen, forderte der Vorstand der Mediengruppe M. DuMont Schauberg in einem Vortrag an der Universität Leipzig. Journalisten müssten wieder stärker Missstände aufdecken und so gesellschaftliche Debatten anstoßen, sagte Neven DuMont.

Um die Entlohnung guten Personals zu sichern und sinkende Anzeigenerlöse auszugleichen, setzt Neven DuMont unter anderem auf Bezahlinhalte im Internet (Paid Content). Es gebe bereits erste Gespräche mit anderen Verlagen über eine gemeinsame Registrierung. Diese solle es Nutzern ermöglichen, auf verschiedenen Plattformen Inhalte zu beziehen, erläuterte Neven DuMont, der auch Vorsitzender des Publizistischen Beirats der „Berliner Zeitung“ ist. Für exklusive oder investigative Beiträge könne man durchaus Geld verlangen, auch als lokales oder regionales Medium. „Ich habe die Hoffnung, dass das langfristig funktioniert. Man muss jetzt einfach mal damit anfangen.“ Er glaube nicht, „dass es gut wäre, wenn wir nur noch »Umsonst-Journalisten« hätten, die von zu Hause aus arbeiten“.

Zugleich warnte Neven DuMont Mediennutzer davor, sich auf „Umsonst-Journalisten“ oder kostenlose Angebote im Internet zu verlassen und sich etwa nur in Blogs zu informieren: „Es gibt gute Blogs, es gibt im Internet aber auch viele Halb- und Unwahrheiten.“ Darauf könne seriöser Journalismus nur mit Qualität antworten. (asc)



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