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Eisige Temperaturen

Zehn Obdachlose erfroren

Erstellt 08.01.10, 10:59h, aktualisiert 11.01.10, 09:08h

Die eisigen Temperaturen in diesem Winter haben auch in Deutschland Todesopfer gefordert. Nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe sind zehn Obdachlose erfroren. Düsseldorf hat ein beheiztes Zelt aufgestellt.

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Die Stadt Düsseldorf hat für Obdachlose ein beheiztes Zelt aufgestellt. (Bild: ddp)
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Die Stadt Düsseldorf hat für Obdachlose ein beheiztes Zelt aufgestellt. (Bild: ddp)
DÜSSELDORF/BIELEFELD - Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf hat wegen der anhaltend eisigen Temperaturen seit Freitag ein beheiztes Zelt für Obdachlose aufgestellt. Die Notunterkunft mit zehn Schlafstellen befindet sich am Rheinufer und soll mindestens zehn Tage stehen bleiben, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Bis vor wenigen Tagen hatte die Stadt die Errichtung eines solchen Zeltes stets mit der Begründung abgelehnt, es stünden ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten in Heimen oder Notschlafstellen zur Verfügung.

Am Donnerstag hatte die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) in Bielefeld bundesweit mindestens zehn Kälteopfer unter wohnungslosen Menschen vermeldet, die in den letzten Tagen beim Schlafen im Freien erfroren sind. Die BAGW fordert mehr bedarfsgerechte Winternotprogramme. Viele wohnungslose Menschen würden die meist angebotenen "Massenunterkünfte" mit großen Mehrbettzimmern aus Angst vor Gewalt, Diebstahl und Schmutz nicht annehmen, hieß es. Auch dürften sie ihre Hunde nicht mitbringen.

Das Düsseldorfer Zelt ist täglich von 19 Uhr abends bis 9 Uhr morgens für Odbachlose geöffnet. Ehrenamtliche Helfer des Deutschen Roten Kreuzes geben heißen Tee und Essen aus. Außerdem liegen warme Jacken, Socken und auch feste Schuhwerk bereit. Sollten die zehn Betten im Zelt belegt sein, könne man "ganz schnell auch ein zweites Zelt aufbauen", sagte ein Mitarbeiter des DRK. In Düsseldorf leben nach Angaben der Stadt zwischen 150 und 200 Menschen ständig auf der Straße. Bundesweit sind nach einer aktuellen Schätzung der BAGW 20.000 Menschen ohne Unterkunft.



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