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Artikel von November 2006

Grünes Licht für den Rhein-Ruhr-Express

Von Sabine Meuter und Wibke Busch, 13.01.10, 18:18h

Bund, Land und Bahn haben die Weichen für den Bau des Schnellzuges Rhein-Ruhr-Express zwischen Dortmund und Köln gestellt. Sie verständigten sich nach jahrelangen Prüfungen auf ein Konzept zur Realisierung der Schnellbahn. Auf der Kernstrecke zwischen Dortmund und Köln-Deutz werden vier Linien zu einem 15-Minuten-Takt gebün­delt.

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Rote Regionalzüge stehen im Betriebsbahnhof Deutzer Feld, Köln-Deutz
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Rote Regionalzüge stehen im Betriebsbahnhof Deutzer Feld, Köln-Deutz
Berlin/Düsseldorf - Bund, Land und Bahn haben die Weichen für den Bau des Schnellzuges Rhein-Ruhr-Express (RRX) zwischen Dortmund und Köln gestellt. Sie verständigten sich nach jahrelangen Prüfungen auf ein Konzept zur Realisierung der Schnellbahn, wie Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am Freitag in Berlin bekannt gab. Der erste Spatenstich für das Projekt könnte nach Angaben aus dem Düsseldorfer Verkehrsministerium 2011 erfolgen. Die Kosten für die Infrastruktur veranschlagt der Bund auf 1,3 Milliarden Euro. Hinzu kommen 56 Millionen Euro für den Stationsausbau.

Für die Schnellbahn, die mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern verkehren soll, wurden insgesamt sechs Linien entwickelt. Auf der Kernstrecke zwischen Dortmund und Köln-Deutz werden vier Linien zu einem 15-Minuten-Takt gebün­delt. Zusätzlich werden zwei weitere Linien im 30-Minuten-Takt zwischen Ober­hausen und Düsseldorf eingerichtet, so dass im Abschnitt zwischen den Hauptbahnhöfen in Düsseldorf und Duisburg insgesamt sechs RRX-Linien pro Stunde angeboten werden. Die einzelnen RRX-Linien sollen Endpunkte in Münster, Minden, Flughafen Köln-Bonn, Koblenz und Aachen haben.

Angebot zwischen Nah- und Fernverkehr

Die neue Bahn sei zwischen den Angeboten von Nah- und Fernverkehr angesiedelt, betonte Landesverkehrminister Oliver Wittke (CDU). Sie werde den Fahrgästen auch in der Hauptverkehrszeit ein großes Sitzplatzangebot und eine gehobene Innenausstattung bieten. Der Minister sicherte zu, dass der Rhein-Ruhr-Express "als Verkehrsprojekt Nummer eins in NRW ab jetzt mit Hochdruck" vorangetrieben werde. Auch Tiefensee betonte, dass die Bahn so schnell wie möglich realisiert werden solle. Die drei Beteiligten wollen dazu kurzfristig eine Planungsvereinbarung schließen.

Das Konzept des RRX war noch von der früheren rot-grünen Landesregierung als Ersatz für die gescheiterte Transrapidverbindung im Ballungsgebiet zwischen Rhein und Ruhr, dem so genannten Metrorapid, entwickelt worden. Die SPD sehe in den vom Bund zugesagten Mitteln für den RRX den richtigen Weg, die künftige Mobilität an Rhein und Ruhr zu sichern, betonte der Verkehrsexperte der SPD-Fraktion, Bodo Wißen. Auch die FDP begrüßte die Vereinbarung. (ddp)



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