Erstellt 18.01.10, 15:43h
An dem Roboter haben Experten des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation, des Bernstein Zentrums für Computional Neuroscience und der Universität Göttingen mitgearbeitet. Ähnlich wie Insekten mit sechs Beinen kann die Neuentwicklung ganz unterschiedliche Bewegungen ausführen, teilte die Hochschule mit. Je nachdem, ob er schnell oder langsam krabbeln oder ein Hindernis überwinden müsse, wechselt der Roboter flexibel die Gangart.
Bei der Entwicklung des Laufroboters haben sich die Forscher ein bei Mensch und Tier existierendes Prinzip zunutze gemacht, wonach immer wiederkehrende Bewegungen wie Laufen oder Atmen von kleinen neuronalen Einheiten gesteuert werden. Anders als bei bisherigen Robotern, die für jede Gangart ein eigenes Kontrollzentrum benötigen, kommt die Neuentwicklung jedoch mit einem einzigen aus.
Der Vorteil nur einer Schaltstelle: Der Roboter kann einfacher und schneller lernen. Wenn er zum Beispiel mit möglichst geringem Energieaufwand eine Steigung überwinden soll, zeigt ein Stromsensor, wenn der Energieverbrauch zu hoch ist. Daraufhin variiert der Roboter die Verschaltung zwischen Stromsensor und Kontrollzentrum so lange, bis er eine Gangart gefunden hat, die weniger Energie verbraucht. Da er den Zusammenhang zwischen Steigung und Bewegungsmuster erkennt, kann der Roboter künftig sofort die passende Gangart wählen. Mittelfristiges Ziel der Forscher ist es, einen Roboter zu bauen, der unabhängig von direkter menschlicher Kontrolle funktioniert.
Putz-Roboter aus Südkorea
Eine südkoreanische Entwicklung geht dagegen in eine andere Richtung: Die asiatischen Forscher haben ein traumhaftes Gerät entwickelt - sie präsentierten jetzt einen Roboter, der lästige Hausarbeiten übernimmt. "Mahru-Z" kann saubermachen, Wäsche in die Waschmaschine stopfen und sogar Essen in der Mikrowelle aufwärmen. „Die herausragende Eigenschaft von Mahru-Z ist es, die Aufgaben, die gemacht werden müssen, zu erkennen, und sie dann zu erledigen", schwärmte You Bum Jae vom Wissenschaftsinstitut in der Zeitung "Korea Times". "Er erkennt Menschen, kann Mikrowellen, Waschmaschinen und Toaster anstellen, Sandwiches bringen und Tassen wegräumen."
An dem 1,30 Meter großen Roboter arbeiteten die Forscher zwei Jahre lang. Wann er bei Otto Normalverbraucher in Einsatz kommen könnte, sagte You nicht. (afp/dpa)
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