Von Ralf Rohrmoser-von Glasow, 20.01.10, 10:56h, aktualisiert 20.01.10, 17:22h
Als er wieder zurücklief, schlugen bereits Flammen aus den Fenstern. Schnell breitete sich das Feuer auf benachbarte Gefährte und Holzverschläge aus. Gemeinsam mit seiner Partnerin rannte er zu den bewohnten Behausungen, weckte einen Mann, der aus der Nachtschicht gekommen war, und eine Frau, die noch schlief, drei andere waren schon wach. 60 Feuerwehrleute aus Much, Nümbrecht und Ruppichteroth eilten zu der Anlage mit 136 Liegeplätzen. Zunächst übernahm der Nümbrechter Wehrleiter, Frank Peter Twilling, die Einsatzleitung - er traf zuerst ein. Später löste ihn der Mucher Gemeindebrandinspektor Markus Büscher ab.
Von mehreren Seiten gingen die Einsatzkräfte gegen das Flammenmeer vor, immer wieder aufgeschreckt durch Gasflaschen, deren Inhalt mit einem Knall entwich. Im Schutt entdeckten sie später gar ein Gewehr. Sieben Hütten waren am Ende völlig zerstört, sechs weitere beschädigt. Mit Schaum deckte die Freiwillige Feuerwehr die sieben Parzellen ab, dennoch musste sie am Nachmittag zu Nachlöscharbeiten ausrücken.
Glück hatte der Onkel des Formel 1-Rückkehrers Michael Schumacher, sein Stellplatz blieb weitgehend verschont, obwohl er direkt gegenüber der Brandstelle liegt. Verletzt wurde niemand. Der Mann, der in der Hütte lebte, von der das Feuer ausging, war bereits zur Arbeit gefahren. Er gehört zu den neun Menschen, die ihren Wohnsitz hier haben. Erst seit zwei Tagen wohnt er in Ophausen. Brungs spekulierte, dass er möglicherweise vergessen habe, die Gasheizung abzudrehen. Die Ursache wird aber jetzt von der Kripo ermittelt.
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