Erstellt 28.01.10, 21:52h, aktualisiert 03.02.10, 10:05h
Viele schlechte Erfahrungen
Die Bürger der Stadt Köln haben angesichts der jüngeren Geschichte der Stadt allen Grund, den Rat der Stadt Köln und die Spitzen-Repräsentanten im Auge zu behalten. Da sind genug Beispiele anzuführen, ganz vorne natürlich der Einsturz des Stadtarchivs. Aber auch kleinere Beispiele fallen ins Gewicht, so das jahrelange Verneinen des Rates der Stadt Köln, eine großzügige Stiftung eines Bürgers anzunehmen, aus rein formalen Gründen. Der Stifter hatte sich bereit erklärt das Stadtmuseum, eines der Juwele dieser Stadt, baulich zu verdoppeln und damit inhaltlich die Attraktivität wesentlich zu steigern. Es ist schon einigermaßen erschütternd, dass so ein Geschenk den Kölner Bürgern von den verantwortlichen Stadtvätern bewusst vorenthalten wird.
Wenn sich jetzt eine Bürgerbewegung aufmacht, um die Beschlüsse, die zu der Um- und Neugestaltung von Oper- und Schauspielhaus führen, anzuzweifeln, erscheint dieser Impuls unter den gegebenen Umständen als durchaus begrüßenswert. Hinzu kommt, dass, wenn sich jetzt die Verantwortlichen zu der vorliegenden Vorlage der Stadt Köln lauthals bekennen, einschließlich des neuen Oberbürgermeisters, der eigentlich neu anfangen wollte, das noch lange kein Indiz für eine überzeugende Priorität ist. Schon beim ersten Betrachten der Situation kommt es beim Bürger merkwürdig an, dass in einer Zeit, wo eine Stadt wie Köln im wahrsten Sinne des Wortes pleite ist, sie sich jetzt plötzlich einen Neubau für das Schauspielhauses leisten möchte. Erstaunlich! Dieser Schritt ist nie richtig der Bevölkerung deutlich gemacht worden, ist vielleicht auch gar nicht deutlich zu machen. Es scheint so zu sein, dass sein muss, was geplant ist, die Stadt also auf Biegen und Brechen ihre alten Pläne verwirklichen will. Ärgerlich wird es erst, wenn man erfährt, dass der Neubauplan des Schauspielhauses, wenn man alt und neu gegenüberstellt, die wesentlich teurere Version darstellt.
Sicher lassen sich die beiden Konzeptionen, die auch gestern noch einmal im Kölner Stadt-Anzeiger ausgebreitet worden sind, nicht exakt berechnen. So muss man von den gegebenen Zahlen von heute ausgehen. Hinzu kommt der Verdacht, dass, wenn der kostspielige Neubau des Schauspielhauses durchgeführt worden ist, es später zu Einsparungen im Spielbetrieb führen kann.
Es ist vor diesem Hintergrund nicht unerheblich, ob sich die Kölner Bürger mit ihrem Engagement durchsetzen werden. Ich persönlich möchte den Initiatoren Erfolg wünschen und anmelden, dass ich mich in meiner Eigenschaft als Ehrenbürger dieser Stadt gerne hinter die grundsätzliche Überlegung der Initiatoren stelle.
Schauspielhaus: Sanierter Altbau oder Neubau?
Schauspiel: Kostenabenteuer oder Kulturchaos?
Streit um Opernquartier: Roters will Neubau fürs Schauspiel
Opernquartier-Frage: Pläne für Oper und Schauspiel neu überdenken
Kein Schauspielhaus
30.01.2010 | 09.22 Uhr | w21927
Die ganze Fragestellung kann ich lange nicht mehr verstehen.
Als es galt finanzielle Mittel für ein neues Fussball-Stadion in Köln zu genehmigen hat…
Hauptsache Nix Neues
29.01.2010 | 16.04 Uhr | Brombeerfee
War Herr Neven Dumont nicht jahrelang dafür, auch das Opernhaus abzureissen und den Platz anderweitig zu nutzen? Soll jetzt alles wieder von vorne…
Wo sind all die kritischen Kommentare?
29.01.2010 | 15.25 Uhr | Dlareg
Noch vor wenigen Stunden gab es hier kritische Anm. zu Herrn N.Ds. Artikel. Auch mein ursprünglicher Kommentar fehlt.
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