Von Kerstin Meier, 28.01.10, 22:14h
Warum die Studie jenseits der Ironie ein Armutszeugnis für das deutsche Schulsystem ist? Weil nicht alle Eltern ihre Kinder jeden Donnerstagnachmittag zum promovierten Mathematiker schicken können, der Viertklässler mit Rechenschwäche fit fürs Gymnasium macht. Nicht zufällig lautet der Slogan des Nachhilfe-Unternehmens „Schülerhilfe“: „Mehr wissen, mehr Chancen.“ Andersherum bringt der Slogan das Problem auf den Punkt: Weniger teure Nachhilfe, weniger Chancen. Da niemand gerne unnötig Geld ausgibt (selbst die nicht, die genug davon haben), bedeuten Millionen für Nachhilfe: Eltern trauen der Schule nicht zu, ihre Kinder angemessen zu fördern. Und Eltern haben große Angst, dass ihr Kind auf einer Real- oder Hauptschule kaum Karrierechancen hat. Deswegen kommen Nachhilfelehrer vor allem am Ende der Grundschulzeit zum Einsatz.
Internationale Beispiele wie Kanada oder die Niederlande zeigen, dass es auch ohne die Schattenschule geht. Denn dort kommen die Schüler laut Bertelsmann-Stiftung weitgehend ohne Nachhilfe aus und haben nach einem anstrengenden Schultag Zeit, ganz entspannt mit ihren Freunden im Einkaufszentrum rumzulungern.
Die Eltern beginnen schon früh ...
29.01.2010 | 09.48 Uhr | Quatschkopf68
... ihre Zöglinge zu pushen. Das muß nicht immer am Schulsystem liegen. Im Gegenteil: Gerade in Schulen mit hohem (Eltern)Akademikeranteil findet…
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