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Theologie

Priesterausbildung im Trappistenkloster

Von Christoph Hahn, 29.01.10, 17:55h

Das Leben in der Abtei Mariawald wird weiter gefestigt. Namhafte Professoren helfen bei der Ausbildung der Mönche. Semesterbeginn ist am Dienstag. Auch auswärtige Studenten sind willkommen.

Abt Josef
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Abt Josef erläuterte die Vorzüge des Hausstudiums, das neuerdings im Kloster Mariawald möglich ist. (Bild: Heinen)
Abt Josef
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Abt Josef erläuterte die Vorzüge des Hausstudiums, das neuerdings im Kloster Mariawald möglich ist. (Bild: Heinen)
Heimbach-Mariawald - Immer mehr wird er sichtbar, der eigenständige Kurs, den Abt Josef Vollberg und die Mönche des einzigen deutschen Trappistenklosters, Mariawald in Heimbach, steuern. Nachdem die Ordensleute zumindest beim Stundengebet und in der Messfeier weitgehend die Rückkehr zu den Normen abgeschlossen haben, die zu Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils im Oktober 1962 gültig waren, geht es nun darum, das Leben in der Abtei weiter zu festigen.

Namhafte Professoren wie der Neutestamentler Klaus Berger und der Philosoph Robert Spaemann sollen der Abtei bei der internen Ausbildung von Mönchen auf dem Weg zum Priestertum helfen. Mit einem Festakt im geschlossenen Kreis wird das erste Semester in Mariawald am Festtag Mariä Lichtmess (Dienstag, 2. Februar) eröffnet.

Abt Josef erklärte: „Grund für das Hausstudium ist, dass die Mönche in der klösterlichen Gemeinschaft verbleiben und in der ganz hervorragend ausgestatteten Bibliothek des Klosters ihre Studien in angemessener Ruhe betreiben können.“ Bisher hatten Mariawalder Patres meist an auswärtigen Hochschulen studiert - der heutige Abt etwa an der des Zisterzienser-Klosters Heiligenkreuz im Wienerwald. Andere Mönche waren zuvor in deutschen Bistümern als Weltpriester tätig und hatten ihre Ausbildung unter anderem in diözesanen Priesterseminaren genossen.

Die neue Ausbildung soll nicht nur dem eigenen Nachwuchs offen stehen: „Wenn ihre Oberen es genehmigen“, heißt es in einer Erklärung, „können auch Mönche anderer Klöster und Kleriker aus Instituten geweihten Lebens am Hausstudium in der Abtei Mariawald teilnehmen.“

Das Studium soll in aller Regel zehn Semester umfassen. In Seminaren, Vorlesungen, Tutorien und Repetitorien wird nach dem Willen des Abtes und seiner Mitbrüder „eine solide philosophische, theologische, historische und sprachliche Ausbildung“ zur heiligen Priesterweihe führen. Die Studienordnung richtet sich nach den Weisungen und Anregungen, die von den Päpsten seit Leo XIII. bis hin zu Johannes Paul II. gegeben worden sind.

Maßgebend sind die entsprechenden Regeln (Canones) des allgemeinen Kirchenrechts und die Grundlagen, die sich der Orden gegeben hat. Koordiniert werden die Studiengänge von Dr. Frank Erich Zehles, der mit seinem Bernardus-Verlag in Mariawald ansässig ist.



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