Erstellt 29.01.10, 22:00h
Die Tatsache, dass das Schauspielhaus erst fünf Jahre nach der Oper entstand, ändere aus denkmalpflegerischer Sicht nichts am Zeugniswert des Ensembles. „In der Riphahn'schen Planentwicklung sind die Gebäude aufeinander abgestimmt entstanden.“ Dass Oper, Schauspiel, Opernterrassen und die beiden Plätze zwar einzeln, jedoch nicht als Ensemble denkmalgeschützt sind, liegt laut Krings an der Denkmalschutzgesetzgebung des Landes NRW. Nach der könne man nur einzelne Bauten schützen. „Und die geschützten Gebäude und Plätze greifen ja ineinander über. Die Auswirkungen sollten also dieselben sein.“
Natürlich könne der Innenraum des Schauspielhauses demjenigen der Oper nicht das Wasser reichen, sagt er. „Aber der Saal lässt sich verkürzen, die akustisch problematischen Steinwände zum Beispiel mit Holzpanelen besetzen.“
Dem geplanten Neubau wirft Krings einen völlig unsensiblen Umgang mit der Riphahn-Oper vor. „Der erschlägt das um die Hälfte niedrigere Vorgebäude der Oper.“ Noch dazu verschatte der südlich gelegene Neubau den Offenbachplatz. (cbo)
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