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Ex-Stadtkonservator Ulrich Krings

Eine sensible Komposition

Erstellt 29.01.10, 22:00h

Der ehemalige Stadtkonservator unterstützt das Bürgerbegehren

Ulrich Krings
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Ulrich Krings (Bild: AV)
Ulrich Krings
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Ulrich Krings (Bild: AV)
Dass man das Opernquartier besser hätte pflegen sollen, meint Ulrich Krings, sei kein Grund, es jetzt platt zu machen. Die Komposition aus Oper, Schauspiel und Opernterrassen sei sehr sensibel, die Plätze potenziell schön, wären sie nur nicht derart vernachlässigt und wäre das Umfeld attraktiver gestaltet. Der Kunsthistoriker war von 1991 bis 2005 leitender Stadtkonservator in Köln. Jetzt setzt er sich gegen den Abriss des Riphahn-Schauspielhauses ein.

Die Tatsache, dass das Schauspielhaus erst fünf Jahre nach der Oper entstand, ändere aus denkmalpflegerischer Sicht nichts am Zeugniswert des Ensembles. „In der Riphahn'schen Planentwicklung sind die Gebäude aufeinander abgestimmt entstanden.“ Dass Oper, Schauspiel, Opernterrassen und die beiden Plätze zwar einzeln, jedoch nicht als Ensemble denkmalgeschützt sind, liegt laut Krings an der Denkmalschutzgesetzgebung des Landes NRW. Nach der könne man nur einzelne Bauten schützen. „Und die geschützten Gebäude und Plätze greifen ja ineinander über. Die Auswirkungen sollten also dieselben sein.“

Natürlich könne der Innenraum des Schauspielhauses demjenigen der Oper nicht das Wasser reichen, sagt er. „Aber der Saal lässt sich verkürzen, die akustisch problematischen Steinwände zum Beispiel mit Holzpanelen besetzen.“

Dem geplanten Neubau wirft Krings einen völlig unsensiblen Umgang mit der Riphahn-Oper vor. „Der erschlägt das um die Hälfte niedrigere Vorgebäude der Oper.“ Noch dazu verschatte der südlich gelegene Neubau den Offenbachplatz. (cbo)



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