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Lebensgefahr

Bei Rangelei in den Hals gestochen

Von Tim Stinauer, 31.01.10, 17:55h

Zwei Menschen wurden am Wochenende bei Schlägereien in Köln lebensgefährlich verletzt. In der Donatusstraße in Pesch eskalierte ein Streit zwischen drei Kneipenbesuchern, in Ossendorf prügelten sich vier Männer auf einer Karnevalsfeier.

Schlägerei
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In Pesch und Ossendorf wurden zwei Menschen bei Schlägereien lebensgefährlich verletzt. (Symbolbild: dpa)
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In Pesch und Ossendorf wurden zwei Menschen bei Schlägereien lebensgefährlich verletzt. (Symbolbild: dpa)
Köln - Aus nichtigen Anlässen haben sich Männer am Wochenende in Pesch und Ossendorf Schlägereien geliefert, bei denen zwei Menschen lebensgefährlich verletzt wurden. Die Tatverdächtigen wurden gefasst.

In der Donatusstraße eskalierte am Sonntag gegen 1.15 Uhr ein Streit zwischen drei Kneipenbesuchern. Laut Polizei gerieten zunächst ein 15-Jähriger und ein 19-Jähriger aneinander. Ersten Ermittlungen zufolge kannten sich die beiden vorher nicht. Der eine habe den anderen offenbar „schief angeguckt“, daraus habe sich eine handfeste Auseinandersetzung entwickelt, sagte ein Ermittler. Der ältere stach dem Jugendlichen mit einem Gegenstand in den Hals, ein zweiter Täter schlug danach noch auf den Schwerverletzten ein. Rettungsassistenten retteten dem 15-Jährigen das Leben, er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Die beiden Angreifer ermittelte eine Mordkommission noch in der Nacht. Unklar blieb am Sonntag, ob die Beschuldigten wegen versuchten Totschlags einem Haftrichter vorgeführt werden sollten.

Schläge auf Karnevalsfeier

Bereits am Samstagabend überschattete eine Schlägerei eine Karnevalsveranstaltung in Ossendorf. Die Feier, die seit Jahren wegen ihrer günstigen Eintritts- und Getränkepreise bekannt ist, begann schon am Nachmittag im Coloneum. Gegen 20 Uhr gerieten vier Männer in Streit. Einer sei zu Boden gegangen und im Liegen von einem anderen mit Faustschlägen gegen den Kopf traktiert worden, berichtete ein Augenzeuge. Das 40 Jahre alte Opfer erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Die Polizei bildete eine Mordkommission, die auch in diesem Fall zunächst von einem versuchten Tötungsdelikt ausging. „Der Verdacht hat sich aber nicht erhärtet“, berichtete Polizeisprecherin Marion Henkel am Sonntag.

Nach der Befragung weiterer Zeugen und den Untersuchungsergebnissen eines Rechtsmediziners stufte die Staatsanwaltschaft die Tat schließlich als Körperverletzung ein. „Die Verletzungen hatte sich der 40-Jährige durch einen unglücklichen Sturz bei der Rangelei zugezogen“, sagte Henkel.

Die zunächst festgenommenen Tatverdächtigen seien nach ihrer Vernehmung wieder entlassen worden.



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