Von Martin Boldt, 31.01.10, 20:56h
Dass mit der ästhetischen Professionalisierung der Spielebranche ganz neue akademische Berufsbilder entstehen, spiegelt sich nun auch in der Kölner Hochschullandschaft wieder: Im Wintersemester 2010 / 2011 wird die Fachhochschule Köln erstmals den Masterstudiengang „Game Development & Research“ anbieten. Gefördert wird das „Cologne Games Lab“ (CGL) an der FH Köln durch Gelder der NRW-Staatskanzlei, die einen Großteil der Budgetkosten des Instituts übernimmt.
Die Ausrichtung des Studiengangs soll sich von existierenden privatwirtschaftlichen Bildungsangeboten unterscheiden. Die seien zu sehr auf die bloße Vermittlung der aktuell geforderten handwerklichen Fähigkeiten fokussiert, so Freyermuth. „Bei uns soll der Kreativaspekt im Vordergrund stehen“, ergänzt Björn Bartholdy, der die Professur für audio-visuelles Design übernimmt. Ziel sei es, „die Absolventen in die Lage zu versetzen, zukunftsträchtig zu handeln und den weiteren Kunstwerdungsprozess von Games zu unterstützen“. Die Eingangs-Voraussetzungen für einen Studienplatz sind nicht ohne: Neben einer Projektskizze brauchen die Bewerber bereits einen akademischen Grad - zum Beispiel einen Bachelor - und ein Jahr Praxiserfahrung in einem relevanten Bereich. „Das kann sowohl in der Spiele-, Film- oder Fernsehindustrie gewesen sein“, erklärt Freyermuth. Hinzu kommt pro Semester eine Studiengebühr von 3000 Euro - an der Games Academy werden bis zu 5000 Euro verlangt.
Das Agrippina-Rätsel
Neben der Theorie will das neue Institut auch eine Plattform für Entwicklung und Forschung sein: „Mit verschiedenen Workshops sollen auch jene weitergebildet werden, die bereits im Beruf stehen“, so Bartholdy. Auch das erste Forschungsprojekt läuft bereits: Unter dem Arbeitstitel „Das Agrippina-Rätsel“ entwickelt das CGL in enger Zusammenarbeit mit der Kölner Firma RockAByte ein Lernspiel für das I-Phone, bei dem Schulklassen in die römische Vergangenheit Kölns reisen können.
Eine erste Kostprobe der kreativen Energie, die sich ab Herbst in den Räumen am Ubierring ballen könnte, durften Besucher des Games Lab bereits am Wochenende bestaunen: Im Rahmen des „Global Game Jam“ - einem experimentellen Workshop - waren 23 Nachwuchsdesigner angereist um innerhalb des gesetzten 48 Stunden-Zeitlimits eigene Ideen in Spiele um zusetzen.
Nun ja...
01.02.2010 | 00.14 Uhr | Hurgel
... wer Äpfel mit Birnen vergleicht, der liegt auch gerne mal 9 Jahre daneben. Muß ich in GTA 4 eigentlich immer noch so viele Gegner töten?
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige