Erstellt 01.02.10, 01:18h, aktualisiert 02.02.10, 14:04h
In den meisten Fällen blieb es aber bei Sachschäden. Die Beamten bezifferten den Gesamtschaden von 5.00 Uhr am Montagmorgen bis 5.00 Uhr am Dienstagmorgen auf rund 2,3 Millionen Euro. Neben den Unfällen rückten Polizei und Feuerwehr auch zu 177 witterungsbedingten Einsätzen - wie Straßensperrungen und der Beseitigung von Gefahrenstellen - aus.
„Schneefrei“
An zahlreichen Schulen in Südwestfalen gibt es am Dienstag und Mittwoch "schneefrei". Im Siegerland bleiben wegen der heftigen Schneefälle sämtliche Schulen und Kindergärten geschlossen. In den Hochlagen könnten auch die Straßen nicht mehr komplett geräumt werden, sagte der Siegener Landrat Paul Breuer am Montag. Der Busverkehr sei wegen der Wetterlage ebenfalls derzeit eingeschränkt. Die Schließungen von Schulen und Kindergärten bezeichnete Breuer als "Weg der Vernunft".
Auch in der Stadt Olpe schließen fast alle Schulen Dienstag und Mittwoch. Am Montag war der Busverkehr im Kreisgebiet Olpe wegen der Schneefälle ausgefallen. Von der Schließung der Schulen sind nach Schätzung von Burghaus etwa 3000 Schüler betroffen.
Mit der Ankunft von Tief "Miriam" droht in NRW am Dienstag eine neue runde Runde beim winterlichen Wetterchaos. Angesichts drohender Schneeverwehungen werde für den Dienstag eine Unwetterwarnung für das Sauer- und Siegerland herausgegeben, sagte am Montag Andreas Wagner von der Unwetterzentrale des Wetterdienstes meteomedia. Erwartet würden zum Teil heftige Schneefälle bei gleichzeitig stürmischem Wind. Vor allem auf der Sauerlandlinie A 45 drohten Verkehrsbehinderungen. "Wer dort nicht fahren muss, sollte die Strecke meiden", sagte Wagner. Mit Beeinträchtigungen durch Schnee und Glätte sei in den Morgenstunden im ganzen Land zu rechnen.
Auf Waldspaziergang verzichten
Auf einen Waldspaziergang sollten die Menschen in Nordrhein-Westfalen derzeit verzichten. Der Landesbetrieb Wald und Holz in Arnsberg warnt ausdrücklich vor den Gefahren durch Schneebruch. "Außerdem kann man in den verschneiten Wäldern schnell die Orientierung verlieren, weil Wege nicht mehr erkennbar sind", sagte Peter Ries vom Landesbetrieb am Dienstag. Zudem seien Gefahrenstellen auf vereisten Wegen durch den Neuschnee nicht erkennbar. Wenn einem Spaziergänger im Wald etwas passiere, drohe der Erfrierungstod, weil auch Helfer sich nicht orientieren könnten. (dpa, ksta, ddp, rtr)
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