Von Kirsten Boldt, 01.02.10, 20:14h
Der Bedarf ist jedoch hoch. Nach einer Umfrage des Amts für Stadtentwicklung im Jahre 2004 hatten schon damals 42 Prozent aller Kölner Haushalte Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein. Nach Ansicht von Bredehorst dürfte dieser Anteil inzwischen 50 Prozent erreicht haben, denn: „Landesweit liegt er inzwischen über 50 Prozent.“
Die Nachfrage nach preiswerten Wohnungen wird weiter steigen. Als Gründe nennt Bredehorst zum einen Veränderungen bei den Einkommen der Mieter, zum anderen das Auslaufen der Mietpreis- und Belegungsbindungen in großem Umfang. Zudem hat die Stadt mit 11,2 Prozent einen hohen Anteil an Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften.
Erklärtes Mindestziel
Mit jährlich 1000 neuen Wohnungen kann die Fehlentwicklung nicht gestoppt werden, auch wenn das weiterhin erklärtes Mindestziel der Stadt ist. Deshalb sucht Oberbürgermeister Jürgen Roters Unterstützung in der Region. „Der Bau geförderten Wohnraums ist interkommunale Aufgabe geworden“, sagt Roters. „Wir müssen in Abstimmung mit den Umlandgemeinden zu Lösungen kommen.“ Ohne ausreichende Bundes- und Landesmittel wird ohnehin kein Bauanstieg zu erreichen sein. 2009 konnte das Land 22 Kölner Wohnungen nicht mehr fördern - der Landestopf war zum ersten Mal seit zehn Jahren leer.
Was das benötigte Bauland angeht, sieht sich die Stadtverwaltung vor der Aufgabe, neben der Unterstützung der Wohngenossenschaften auch Privatbesitzern verstärkt die Errichtung sozialem Wohnungsbaus schmackhaft zu machen, weil städtische Grundstücke nicht reichen. Die Investition lohne sich langfristig, wirbt Bredehorst: „Sozialwohnungen unterscheiden sich qualitativ nicht mehr von normalen Mietwohnungen.“ Investoren sollen sich ihre Mieter selber aussuchen dürfen, bevorzugt werden Investoren aus der Region. Auch Finanzierungen mit einem Zinssatz in Höhe von 0,5 Prozent sollen Anreiz geben. Über das Handlungskonzept entscheidet am Dienstag der Stadtrat.
Sozialwohnungen für Private und Investoren uninteressant
02.02.2010 | 19.56 Uhr | abryx
Als ehemaliger Vermieter habe ich auch noch uneinholbare Forderungen in Höhe von über 20.000 Euro offen. Schöner Dank dafür, das man als…
Städte und freie Marktwirtschaft
02.02.2010 | 16.05 Uhr | Berlin1
Es ist nicht Aufgabe einer Stadt billige Mietwohnungen zu bauen ! Die Stadt Stuttgart hat zB. in Stuttgart Ostend
eine ganze Siedlung …
Zusammengefasst könnte man sagen...
02.02.2010 | 12.22 Uhr | Lolli
- Leere Kassen bei der Stadt und allen potentiellen Förderern
- Keine Grundstücke
- Zukünftige Mieter, bei denen im Streitfalle per Gericht kein…
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