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St. Maria

Glockenspiel soll Frömmigkeit fördern

Erstellt 04.02.10, 19:26h, aktualisiert 04.02.10, 21:36h

St. Maria in der Kupfergasse ist um eine Attraktion reicher: In der barocken Innenstadt-Kirche haben 38 Glocken ihren Platz gefunden. Am Sonntag wird das erste Glockenkonzert mit Bach, Buxtehude und Eyck erklingen.

Glocken in Barockkirche
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Im Dachreiter der barocken Innenstadt-Kirche haben 38 Glocken ihren Platz gefunden. (Bild: Rakoczy)
Glocken in Barockkirche
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Im Dachreiter der barocken Innenstadt-Kirche haben 38 Glocken ihren Platz gefunden. (Bild: Rakoczy)
Köln - Bekannt ist die Barockkirche, die von 1705 bis 1715 durch Umbauung einer Kapelle entstanden ist, vor allem wegen ihrer Schwarzen Madonna. Seit kurzem ist St. Maria in der Kupfergasse, die nach dem Zweiten Weltkrieg in großen Teilen wiederaufgebaut werden musste, um eine Attraktion reicher. In den Dachreiter hat die niederIändische Firma Royal Eijsbouts ein Glockenspiel eingebaut. Nach dem Testbetrieb in den Weihnachtszeit wird es am Sonntag, 7. Februar, eingeweiht. Um 17 Uhr beginnt ein Glockenkonzert mit Werken von Jacob van Eyck, Johann Sebastian Bach und Dietrich Buxtehude, für das sich die Zuhörer vor dem Vorhof versammeln. Es folgt eine Andacht in der Kirche, die sich nahe dem Appellhofplatz befindet.

Anklang in der Gemeinde

„Die ersten Reaktionen waren ausgezeichnet“, sagt Pfarrer Klaus-Peter Vosen zum Erfolg bei den Gemeindemitgliedern. Schon lange sei geplant gewesen, in den „dafür prädestinierten“ Turmaufsatz ein Glockenspiel setzen. Marianische Melodien und Kirchenlieder sollten „die Frömmigkeit der Leute“ anregen und fördern. Die 38 Bronzeglocken, die in einem Holzgestell hängen und deren Klang drei Oktaven und zwei Tönen umfasst, werden drei Mal am Tag jeweils eine Minute lang erklingen, um 11 und 15 Uhr sowie vor der Abendandacht, deren Beginn variiert. In der Regel geschieht dies automatisch über einen Computer. „Bis zu 99 Lieder können wir einprogrammieren“, so Vosen; die Auswahl richte sich nach der Kirchenjahreszeit. Möglich ist aber auch, die Glocken von einem Stockspieltisch aus, der auf einem Podest steht, manuell zu betätigen. So wird es am kommenden Sonntag sein.

Jeder Ton hat einen Unterton im Abstand von einer großen Terz. Das ergebe ein „strahlendes Klangbild“, schwärmt Hans Ollig vom ehemaligen Kirchenvorstand von St. Maria in der Kupfergasse. Das Gremium unter Vorsitz von Pfarrer Vosen hat den Einbau initiiert, der mit Spenden finanziert worden ist. (cs)



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