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Stadtarchiv

Albert Magnus wieder lesbar

Von Rainer Rudolph, 04.02.10, 21:28h, aktualisiert 26.02.10, 12:01h

Zwei der bedeutendsten Handschriften, die beim Einsturz des Archivs beschädigt wurden, sind restauriert. Sie stammen von Albertus Magnus. Paten hatten die Kosten für die Rettung der wertvollen Schriften übernommen.

Albertus Magnus
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Mit neuen Schließen und Leder-Ergänzungen präsentieren die Restauratorinnen Sabine Güttler (vorne) und Rebecka Thalmann eine Handschrift von Albertus Magnus. (Bild: Grönert)
Albertus Magnus
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Mit neuen Schließen und Leder-Ergänzungen präsentieren die Restauratorinnen Sabine Güttler (vorne) und Rebecka Thalmann eine Handschrift von Albertus Magnus. (Bild: Grönert)
Albertus
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Neue Schließen und ein Ledereinband halten die geretteten Handschrift zusammen. (Bild: Grönert)
Albertus
Köln - Knapp elf Monate nach dem Einsturz des Historischen Archivs sind zwei der wertvollsten Werke, die dort aufbewahrt wurden, wieder auferstanden. Kulturdezernent Georg Quander und Archivleiterin Bettina Schmidt-Czaia präsentierten die wiederhergestellten Handschriften von Albertus Magnus (um 1200 bis 1280) in Anwesenheit der Paten, die das Geld für die Restaurierung gestiftet hatten.

Der heilige Albert gilt als einer der größten Theologen des Mittelalters und als einer der Urväter moderner Wissenschaft. In sorgfältig gemalter gotischer Kursivschrift hielt er um 1258 seine naturwissenschaftlichen Beobachtungen in dem Werk „De animalibus“ („Über die Tierwelt“) fest - eins der beiden Bücher, die jetzt präsentiert wurden. Das andere ist die um 1260 verfasste „Postilla in Matthaeum“, ein theologisches Werk.

Beide Handschriften hatten in ihrem Schuber den Einsturz des Archivs relativ gut überstanden. Sie waren jedoch bis auf die letzte Seite mit feinem alkalischen Staub überzogen. Bei dem theologischen Werk, dessen Ledereinband Albertus Magnus' als Bischof von Regensburg zeigt, war zudem der Rücken gebrochen. Beide Bücher wurden gründlich gereinigt, der Einband des einen zudem mit rotem Leder und neuen Schließbändern ergänzt. Mit 3000 Euro waren die Restaurierungskosten relativ gering. Die Kosten für diese und weitere Restaurierungsarbeiten hatten die Paten Dirk Rodekirchen, Wolfgang Schönenberg, Gertrud Schröter, Albert Hopmann, Wolfgang Dahl im Namen des Bank-Verlags, Hans-Dieter Krebs, Peter Schmitz und Kornelia Reinhard-Schmitz sowie die Johannis-Freimaurerloge „Albertus Magnus“ übernommen. Insgesamt gibt es derzeit 20 Paten, die 30 000 Euro für Restaurierungsarbeiten zur Verfügung gestellt haben. Angesichts von Gesamtkosten von 350 bis 500 Millionen Euro wird jede weitere, auch kleinere Patenschaft begrüßt. Nähere Informationen dazu gibt es im Internet oder unter 02 21 / 22 12 46 17.



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