Von Tim Stinauer, 05.02.10, 17:39h, aktualisiert 05.02.10, 19:15h
Hilfsbereit parkte der VW-Fahrer seinen Wagen. Ein Mann stieg aus. Er stellte sich vor den Lastwagen auf die Fahrbahn und winkte den Lkw-Fahrer durch. Plötzlich krachte es - der Auflieger des Lkw hatte eine rotweiß gestreifte Warnbake unter der Brücke gerammt. Das etwa eineinhalb Meter breite Metallschild löste sich an einer Seite und hing jetzt senkrecht über der Straße. „Der Mann aus dem Auto bewegte die Bake zur Seite, damit der Lkw weiter fahren konnte“, berichtete Polizeisprecher Christoph Gilles. Auf die Frage des Lkw-Fahrers, ob man nicht besser die Polizei rufen sollte, antwortete der türkisch sprechende Helfer noch: „Nö, nicht nötig.“ Mit diesen Worten verabschiedete er sich.
Auch der Lastwagenfahrer setzte seine Fahrt fort. Sein Pech, dass eine Zivilstreife der Bundespolizei das Geschehen zufällig beobachtet hatte und dem Lkw folgte. Nur wenige hundert Meter weiter, auf der A 57 in Höhe der Ausfahrt Ehrenfeld, überholten die Fahnder das Fahrzeug und hielten es an. Der 52-Jährige musste den Beamten zur Polizeiwache folgen. „Er sprach kein Wort Deutsch und schien mit der ganzen Situation etwas überfordert“, schilderte Gilles. Bei der Vernehmung half ein Dolmetscher. Ein Verfahren wegen Sachbeschädigung und Unfallflucht wurde eingeleitet. Als Sicherheitsleistung musste der Lastwagenfahrer Geld bezahlen, dann durfte er weiterfahren.
Polizisten montierten die beschädigte Bake von der Brücke ab. Von dem schwarzen Polo und dem Mann, der beim Einweisen half, fehlt jede Spur.
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