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Integrationsrat

„Kölner Liste“ gewinnt Wahl

Von Dirk Risse, 08.02.10, 08:56h, aktualisiert 08.02.10, 15:43h

Mit einer Überraschung gingen die Wahlen zum zweiten Kölner Integrationsrat zu Ende. Die sozialdemokratisch orientierte „Kölner Liste“ gewann mit 16,8 Prozent die Abstimmung. Die Wahlbeteiligung war mit 7,8 Prozent sehr gering.

Integrationsrat Wahl Köln
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Wahlsieger Malik Karaman (vorn, mit erhobenem Daumen) ließ sich von seinen Anhängern im Historischen Rathaus feiern. (Bild: Worring)
Integrationsrat Wahl Köln
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Wahlsieger Malik Karaman (vorn, mit erhobenem Daumen) ließ sich von seinen Anhängern im Historischen Rathaus feiern. (Bild: Worring)
Köln - Mit 16,8 Prozent gewann die sozialdemokratisch orientierte „Kölner Liste“ (KL) um den SPD-Ratsherren Malik Karaman die Abstimmung, zu der 146 000 Kölner mit Migrationshintergrund aufgerufen waren. Platz zwei ging an die „Liste der Demokraten in Köln“ (LDK) des bisherigen Vorsitzenden des Gremiums, Tayfun Keltek, mit 15,9 Prozent. Beide Listen erhalten im neuen Integrationsrat jeweils vier Mandate. Wahlsieger Karaman kündigte gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ an, er wolle sich für die doppelte Staatsbürgerschaft und das kommunale Wahlrecht für alle Migranten einsetzen.

Wenig Zustimmung erhielten die parteinahen Listen von CDU, Grünen und FDP. Während die CDU-Liste „Köbes“ (3,1 Prozent) und die Grüne offene Liste (GOL, 6,3 Prozent) mit immerhin je einem Vertreter in den Integrationsrat einziehen, scheiterte die Liste „Die Liberalen“ mit 2,2 Prozent der Stimmen knapp. Dagegen gab es für die von Experten als konservativ eingestuften türkischen Listen „Birlik“ und „Mevlana“ viel Zustimmung. „Birlik“ erhielt 10,1 Prozent, „Mevlana“ kam auf 7,9 Prozent. Beide Gruppen erreichten damit jeweils zwei Mandate. Insgesamt wurden bei der Wahl 22 von 33 Mandaten des Rats vergeben. Die restlichen elf Mandate bestimmt der Rat nach Parteinproporz - CDU und SPD je drei Delegierte, die Grünen zwei, FDP, Linke und Pro Köln je einen Vertreter.

Der bisherige Vorsitzende Keltek reagierte enttäuscht auf die geringe Wahlbeteiligung, die mit 7,8 Prozent deutlich unter dem Ergebnis von 2004 (16,7 Prozent) lag. Keltek machte die zu wenigen Wahllokale, aber auch den Wahlmodus dafür verantwortlich. Migranten, deren Einbürgerung länger zurückliegt als fünf Jahre, dürfen bei der Integrationsratswahl nicht mehr mitstimmen.



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