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Ampel

Die Hoffnung auf Grün

Von Peter Berger, 08.02.10, 15:31h

An der Fahrradampel an der Thebäerstraße braucht man Geduld, um sich den Verkehrsregeln entsprechend zu verhalten. Der Ampelknopf ist kaum zu erreichen und die Rotphasen ziehen sich in die Länge. Bei den Bewohnern ruft die Ampel Kopfschütteln hervor.

Ampel Thebäerstraße
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Die Fahrradampel an der Thebäerstraße stellt Radler auf eine Geduldsprobe. (Bild: Grönert)
Ampel Thebäerstraße
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Die Fahrradampel an der Thebäerstraße stellt Radler auf eine Geduldsprobe. (Bild: Grönert)
Ehrenfeld - Ob dieser Knopf schon jemals mit dem Zeigefinger eines Radfahrers in Berührung gekommen ist? Das wolle er doch hoffen, sagt Klaus Harzendorf, der Leiter des Amts für Straßen und Verkehrstechnik, schließlich gehe es ja darum, die Radfahrer sicher aus der Thebäerstraße über die Vogelsanger Straße zu führen. Die Fahrradampel an der Kreuzung mit der wenige Meter davor platzierten Säule, um Grün anzufordern, sorgt bei Anwohnern und Radlern gleichermaßen für Kopfschütteln.

„Wenn wir Einbahnstraßen in Gegenrichtung für den Radverkehr öffnen und diese an einer Kreuzung mit einer Signalanlage endet, müssen wir eine Fahrradampel aufstellen. Das schreibt die Straßenverkehrsordnung so vor“, sagt Harzendorf. Technisch aufwändige Lösungen wie an der Thebäerstraße seien aber die eher die Ausnahme in der Stadt. „Die Straße ist sehr eng. Wir hatten da keine andere Möglichkeit.“

So weit, so schlecht. Denn die Ecke wird immer wieder von Autofahrern, die das Halteverbot dort ignorieren, als Parkplatz genutzt, so dass Radfahrer den Ampelknopf, der an einen abgesägten Lampenmast erinnert, erst gar nicht erreichen können. Und wenn es ihnen gelingt, dann müssen sie beim Warten auf Grün viel Geduld aufbringen. Das Amt für Straßen und Verkehrstechnik will noch einmal prüfen lassen, ob es sinnvoller ist, eine Kontaktschleife in die Fahrbahn einzulassen, damit Fahrradfahrer Grünlicht über den Reifenkontakt anfordern können. Harzendorf: „Diese Lösung hat sich an anderen Stellen bereits bewährt.“

Von den rund 1000 Einbahnstraßen in Köln sind nach Angaben des städtischen Fahrradbeauftragten Jürgen Möllers bereits 600 in Gegenrichtung für Radler geöffnet: „Mit dieser Quote liegen wir bundesweit deutlich an der Spitze.“ Weitere Quartiere werden systematisch erschlossen. Erst kürzlich sei das Viertel rund um die Landmannstraße in das Programm aufgenommen worden. „Bei allen Tempo-30-Zonen, die neu entstehen, kommt das automatisch dazu.“ Bei den älteren verkehrsberuhigten Bereichen wie im Agnesviertel oder in Nippes prüfe man die Öffnung zumeist nach Anfragen aus der Bürgerschaft oder der jeweiligen Bezirksvertretung. Ampelanlagen wie in Ehrenfeld blieben aber die absolute Ausnahme, weil sie auch „relativ teuer sind“, so Möllers. Wenn das Einbahnstraßen-Programm abgeschlossen sei, werde es höchstens noch zehn Prozent an Straßen geben, die aus Sicherheitsgründen für Radler nicht in Gegenrichtung freigegeben werden können. „Die Stadt wird durch diese vielen kurzen Wege für Radfahrer immer attraktiver“, sagt Möllers.



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