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Tierpark

Brennstoff wächst vor der Tür

Von Marion Eickler, 08.02.10, 15:01h

Die Mitarbeiter des Tierparks im Stadtwald können sich über eine neue Unterkunft freuen. Ein gemütliches Holzhaus ersetzt die beiden heruntergekommenen Container. Möglich wurde dies durch das Engagement des Fördervereins.

Tierpark Lindenthal
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Einladend wirkt die neue Unterkunft für die Mitarbeiter des Lindenthaler Tierparks. (Bild: Eickler)
Tierpark Lindenthal
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Einladend wirkt die neue Unterkunft für die Mitarbeiter des Lindenthaler Tierparks. (Bild: Eickler)
Lindenthal - Die Idee, die beiden heruntergekommenen Container für die Mitarbeiter des Tierparks durch ein gemütliches Holzhaus zu ersetzen, hatte Heribert Resch schon vor drei Jahren. Doch woher das Geld nehmen? „Es gibt immer einen Weg. Sehen Sie sich um“, sagte der Fördervereins-Vorsitzende des Lindenthaler Tierparks. Dabei stand er inmitten des gerade fertig gestellten Holzhauses, umgeben von Gästen aus Politik und Verwaltung und natürlich den Tierparkmitarbeitern.

145 000 Euro hat der Bau des 70 Quadratmeter großen Hauses gekostet. 50 000 Euro gab die Stadt, den Löwenanteil von 95 000 Euro stemmte der Förderverein, was Resch anlässlich der feierlichen Übergabe dazu veranlasste, den vielen Spendern zu danken. Anschließend überreichte er zwei große hölzerne Schlüssel an Bürgermeister Hans-Werner Bartsch und den Leiter des Amts für Landschaftspflege und Grünflächen, Michael Eppenich. Mit dieser Geste schenkte er das Haus symbolisch der Stadt. Denn Bauherr der neuen Unterkunft war der Förderverein. „Das ging viel schneller, als wenn die Stadt selbst gebaut hätte“, sagte er lachend. In nur drei Monaten war das nach ökologischen Kriterien konzipierte Holzhaus errichtet worden. Es besteht aus einheimischen, unbehandelten Hölzern. Geheizt wird mit einer so genannten Stückholzheizung, die mit Scheiten aus dem Stadtwald befeuert wird. Sie ist so dimensioniert, dass auch das Futterlager im Winter beheizt werden kann, was bisher sehr energieaufwändig mit Strom erfolgte.

Das Haus verfügt über vier Räume, von denen der größte durch eine Schiebewand geteilt werden kann. Die Mitarbeiter der Stadt sowie der Kölner Gesellschaft für Arbeit und Berufsförderung mbH können sich dort umziehen, ihre Pausen verbringen und Besprechungen abhalten. „Auch die Vorstandssitzungen des Fördervereins können wir zukünftig hier abhalten“, freute sich Resch über die bislang größte Einzelinvestition des Fördervereins des Tierparks. „Wir haben in der Vergangenheit die Zäune erneuert, ebenso die Behausungen der Tiere. Haben Soay-Schafe, Esel und Geflügel angeschafft, Futterautomaten aufgestellt und Toiletten sowie einen Unterstand für die Besucher gebaut. Jetzt waren mal die Mitarbeiter dran. Und ich freue mich, dass wir diese bisher größte Investition im zehnten Jahr unseres Bestehens erfolgreich gestemmt haben“, so Resch.

Er nutzte die Zusammenkunft, um darauf hinzuweisen, dass ein großer Teil des Geldes dank der Futterautomaten bereitgestellt werden konnte, denn der Erlös aus dem Verkauf des Futters wird zu 100 Prozent für den Tierpark eingesetzt. Auch seien die Tiere gesünder, seit es verboten ist, Mitgebrachtes zu verfüttern. Allerdings komme es immer noch vor, dass Besucher mit Plastiktüten voll alten Brotes angetroffen werden. „Das ist keine artgerechte Ernährung für die Tiere und schadet ihnen. Das müssen die Leute unbedingt lassen“, so Resch.

 www.lindenthaler-tierpark.de



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