Erstellt 08.02.10, 18:26h
Die Liste der SPD kam auf 17,95 Prozent, „Die Linke - Internationale Liste“ auf 4,89. Die Alternative Liste stellt demzufolge fünf Vertreter im Integrationsrat, ebenso die „CDU - Migranten in der Union“. Auf die SPD-Liste entfallen zwei Sitze, „Die Linke - Internationale Liste“ und die „Alternative Europa“ bekommen jeweils einen Sitz. Weitere sieben der insgesamt 21 Sitze werden dann entsprechend dem Stimmenanteil der Ratsparteien besetzt: Auf die CDU entfallen drei, auf die SPD zwei sowie auf FDP und Bündnis 90 / Grüne jeweils ein Sitz.
In Siegburg waren die amtlichen Troisdorfer Zahlen am Sonntag noch nicht bekannt: Dort glaubte man, mit 15,81 Prozent das beste Beteiligungsergebnis im Kreis erreicht zu haben: „Nirgendwo im Rhein-Sieg-Kreis gingen so viele Migranten zur Urne wie in bei uns“, jubelte die Stadtverwaltung. „Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war uns offenbar nur eine vorläufige Zahl aus Troisdorf bekannt“, erklärt Siegburgs Stadt-Sprecher Wolfgang Hohn auf Nachfrage. Diese sei für das Endergebnis gehalten worden. Immerhin: Die Beteiligung in der Kreisstadt stieg gegenüber 2004 um fünfeinhalb Prozent.
Zur Wahl standen drei Listen. Die Auszählung der 627 gültigen Stimmen ergab: „DiTiB“ kommt auf 393 Stimmen, die „Internationale Liste Siegburg“ auf 126, die „Siegburger Liste“ auf 108 Stimmen. Damit gehen neun Sitze an die DiTiB, drei an die Internationale Liste, zwei an die Siegburger Liste. Der Siegburger Stadtrat hatte seine sieben Vertreter bereits im Vorfeld benannt.
Extrem niedrig war die Wahlbeteiligung in Sankt Augustin: Hier haben nur 163 von rund 3700 Wahlberechtigten den Gang zur Urne auf sich genommen. Dies entspricht einer Beteiligung von 4,4 Prozent. 66 Stimmen (vier Sitze) entfielen auf die Agenda-Liste und 97 (sechs Sitze) auf die Internationale Liste. Erstgenannte wird von Gisela Albrecht, Amir Sultani, Christine Grünewald und Rafid Saeed vertreten. Die Internationale Liste baut auf Caroline Montexier, Joginder Rubin, Akbar Sharif, Herbert Montexier, Mohamed Mouhal und Süleyman Geyik. Darüber hinaus werden dem Integrationsrat fünf Mitglieder des Stadtrats angehören. Sie sollen am 3. März gewählt werden.
Knapp neun Prozent der 1998 Berechtigten Migranten beteiligten sich in Eitorf an der Wahl des Integrationsrates. Nach Abzug von fünf ungültigen Stimmen blieben noch 168. Gewählt wurden Cem Sariyalim, Irfan Saral, Abdullah Saka, Dania Cancela Moreira, Marek Wnukowski, Ibrahim Sahintas und Baris Zorlu. (ah / rjo / bäu / sp)
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