Von Christian Bos, 08.02.10, 22:17h
Währenddessen griffen die Hacker und Medienkünstler vom in New York gegründeten „Free Art and Technology Lab“, kurz F.A.T., zu praktischen Maßnahmen. Nachdem sie das „Street View“-Auto - leicht zu erkennen an der in 2,50 Meter Höhe auf dem Wagendach angebrachten Kamera - in Berlin vor dem Haus der Kulturen der Welt entdeckt hatten, verwanzten sie es kurzerhand mit einem GPS-Gerät. Nun konnte jeder Interessierte die Route des Google-Gefährts per Twitter-Meldung oder auf einer zweiminütlich aktualisierten Karte verfolgen, deren Programmierung sich die Anti-Google-Guerilla pikanterweise bei „Google Maps“ geborgt hat.
Zurückgeguckt
Mit anderen Worten: Der von Google bereits umfassend erfasste Bürger erklomm dank F.A.T. wieder die Beobachtungshöhe gegenüber dem über Hecken und Zäune spähenden US-Konzern. Zumindest symbolisch: Er guckte zurück, von Kreuzberg bis Wedding.
Verbraucherministerin Aigner kündigte nun rechtliche Schritte ihres Ministeriums gegen die „millionenfache Verletzung der Privatsphäre“ durch Google an. Gleichzeitig postulierten die F.A.T.-Aktivisten - anlässlich des Berliner Medienfestivals „Transmediale“ - eine „Fuck Google“-Woche. Es ginge schlicht nicht an, schreibt F.A.T. auf seiner Internetseite, dass die „böse Mutter Google“ derart weite Teile des digitalen Netzwerks kontrolliere. Entsprechend pubertär fielen Teile des Protestes dann aus. Die digitalen Straßenkämpfer stellten unter anderem ein Video von jungen Männern ins Netz, die den Berliner „Streetview“-Wagen mit heruntergelassenen Hosen und erhobenen Mittelfingern empfangen.
Die peinliche Google-Phobie des KSTA
10.02.2010 | 21.59 Uhr | zwiebelfleisch
"Das ist alles Quatsch. Das Auto ist nicht von Google — im Winter ist der Konzern hierzulande nach eigenen Angaben gar nicht mit seinen…
im sommer
10.02.2010 | 16.43 Uhr | yknuf
machen sie ja auch ;-)
http://www.bildblog.de/16083/a-streetviewcar-named-desire/
Winter
08.02.2010 | 23.28 Uhr | TomB
Die sollen lieber im Sommer die Photos machen, da sieht's ein bisschen schöner und grüner aus.
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