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Entwicklungsgesellschaft

DEG erstmals in den roten Zahlen

Von Peter Seidel, 09.02.10, 19:55h

Dem Kölner Entwicklungs-Finanzierer DEG konnte auch das Krisenjahr nichts anhaben. Über eine Milliarde Euro sagte die Gesellschaft an Darlehen und Beteiligungen zu. Der Tochtergesellschaft, der Kreditanstalt für Wiederaufbau, ging es jedoch nicht so gut.

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Die Unternehmenszentrale der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft in der Kölner Innenstadt. (Bild: Grönert)
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Die Unternehmenszentrale der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft in der Kölner Innenstadt. (Bild: Grönert)
KÖLN – Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) hat trotz der Weltwirtschaftskrise im Jahr 2009 ihr Geschäft auf hohem Niveau stabilisiert. Zum dritten Mal in Folge sagte der Kölner Entwicklungs-Finanzierer über eine Milliarde Euro (1,015 Milliarden) an Darlehen und Beteiligungen zu, wie Bruno Wenn, seit Herbst 2009 neuer DEG-Geschäftsführer, in Köln berichtete. 2008 waren es 1,22 Milliarden Euro.

Das Geschäftsergebnis der Tochtergesellschaft der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wird allerdings infolge der Krise erstmals seit 20 Jahren negativ ausfallen. Wenn sprach von einem Betrag in zweistelliger Millionenhöhe, wollte sich aber nicht näher äußern, da die Zahlen erst im Frühjahr dem KfW-Aufsichtsrat vorgelegt werden.

Der Geschäftsführer erläuterte, das Minus ergebe sich vor allem aus einer kräftig gestiegenen Netto-Risikovorsorge. Die Rückstellungen seien gegenüber 2008 (96,4 Millionen Euro) knapp verdoppelt worden. Hinzu kommen geringere Erträge aus dem Beteiligungsgeschäft. Ausfälle von Darlehen seien dagegen kaum zu beklagen. Für 2010 plant die DEG eine Steigerung des Neugeschäfts auf 1,1 Milliarden Euro.

Insbesondere das Afrika-Geschäft der DEG nahm 2009 deutlich zu, auf 266 Millionen Euro, nach 179 Millionen Euro im Jahr 2008. In Namibia entsteht zum Beispiel das erste Zementwerk des Landes mit Unterstützung der DEG. Der Ulmer Zement-Hersteller Schwenk errichtet dort ein Werk für 700 000 Tonnen Jahresproduktion. Die DEG beteiligt sich mit 32 Millionen Euro.

Aus Sicht des DEG-Geschäftsführers ist das Engagement von Schwenk - der Baustoff-Produzent investiert auch selbst eine dreistellige Millionensumme in Namibia - bemerkenswert: „Die Neigung deutscher Unternehmen, in Entwicklungsländer zu gehen, ist nicht sehr ausgeprägt. Gerade Mittelständler exportieren lieber als dort zu investieren.“



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