Von Marco di Lenarda, 10.02.10, 15:03h, aktualisiert 10.02.10, 15:03h
Dass die Anschaffung der Geräte insgesamt fast anderthalb Jahre gedauert habe, zeige die Sorgfalt, mit der seine Kollegen ausgewählt hätten, so Schulleiter Johannes Röhrig. Die Fachlehrer der Informatik entschieden sich für Programmier-Bausätze, mit denen die Schüler beispielsweise Miniatur-Handtrockner bauen können. Für die Chemie wurden unter anderem Laptops, Kameras und ein „Smartboard“ gekauft, das eine Mischung aus Beamer, Computer und Tafel ist und sowohl Schreibfläche als auch Video-Abspieler ist. Die Physiker arbeiten künftig beispielsweise mit einer Vakuum-Pumpe und die Biologen freuen sich über vier Terrarien, in denen bereits die Zucht von Stabheuschrecken gelungen ist. „Durch die Ausstattung wird der Unterricht abwechslungsreicher, interessanter und ist gleichzeitig einfacher vorzubereiten“, so der einhellige Tenor der Fachlehrer. Schulleiter Röhrig sagte: „Gerade in diesen Fächern helfen solche Instrumente Zusammenhänge zu verdeutlichen. Komplexität wird begreifbar. Die Schüler können die Welt besser verstehen.“
Lanxess hatte zu Beginn des Jahres 2008 an insgesamt 17 Gymnasien in Leverkusen, Dormagen, Kerpen und Köln insgesamt 1,5 Millionen Euro Spendengelder verteilt. „Als wir hörten, dass unsere Schule zu den ausgewählten gehört, waren wir völlig von den Socken“, sagte Jan Meyer, Leiter des Fördervereins. An die Verwendung des Spendengeldes war exakt eine Bedingung geknüpft: „Die Mittel sollten im Bereich der Naturwissenschaften, also in der Fächern Biologie, Physik und Chemie, oder auch in der Informatik ausgegeben werden“, sagte Lanxess-Pressesprecher Frank Grodzki. Das Unternehmen erhoffe sich von dieser „Bildungsoffensive“, dass das Interesse an den Naturwissenschaften in Schülerkreisen steige und sich die Heranwachsenden eine berufliche Zukunft in diesem Bereich vorstellen können.
„Bevor wir die 17 Schulen auswählten, haben wir zahlreiche Gespräche mit dem Schulamt und den Lehrern geführt“, erläuterte Silke Jansen, bei Lanxess für die Kommunikation mit Politik und Verbänden verantwortlich. „Uns war sehr wichtig, dass die Schule einen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt hat“, sagte sie. Das Herder-Gymnasium überzeugte hier mit dem Angebot von Grund- und Leistungskursen in den Fächern Biologie, Physik und Chemie. Außerdem ist die Schule seit 2001 eine zertifizierte MINT-Schule: Das Sigel wird vom Landesverband der Unternehmerverbände in Nordrhein-Westfalen für besonderes Engagement in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) vergeben und muss alle drei Jahre neu erworben werden.
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