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Sanierung

Die neue Venloer Straße

Von Heribert Rösgen, 10.02.10, 14:43h

Entlang der Venloer Straße sollen 63 Bäume gefällt und durch neue ersetzt werden. Die Arbeiten an der Hauptverkehrsader beginnen nach Karneval.

Venloer Straße
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Die Venloer Straße (Bild: Rösgen)
Venloer Straße
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Die Venloer Straße (Bild: Rösgen)
Ehrenfeld - Die Fällung von 63 Bäume auf der Venloer Straße ist längst beschlossene Sache. Ebenso steht bereits fest, dass exakt 63 neue Bäume entlang der Straße zwischen Ehrenfeldgürtel und Fuchsstraße gesetzt werden sollen. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung setzte die Verwaltung rund 200 Anwohner und Ladeninhaber über das geplante Vorgehen in Kenntnis. Ziemlich allein auf weiter Flur war der Baumschützer, der bei der Veranstaltung vehement dafür eintrat, die 63 Platanen auf der Venloer Straße nicht abzuholzen. Es seien nicht genügend andere Möglichkeiten geprüft worden, ist der Bürger überzeugt. Ein Stopp in letzter Minute ist jedoch eher unwahrscheinlich. Baudezernent Bernd Streitberger verteidigte die Entscheidung, die mehr als 1,7 Millionen Euro teuer ist und die man sich „alles andere als leicht gemacht habe“.

Ab Montag, 22. Februar, sollen zunächst voraussichtlich zehn Tage lang die Motorsägen auf der Venloer Straße röhren, um die etwa 30 Jahre alten Bäume, die nach Fertigstellung der U-Bahn-Linie Ende der 1980er Jahre gesetzt wurden, abzutragen. Acht bis zehn Bäume sollen pro Tag entfernt werden, erläuterte Joachim Bauer, Chef der Planungsabteilung im Grünflächenamt. Der außerdem darlegte, warum die brachial anmutende Aktion nötig sei.

„Die Schäden am Belag von Fahrbahn, Geh- und Radwegen durch das Wurzelwerk der Bäume würden sonst immer weiter zunehmen“, so Bauer. Nach Erkenntnissen des Grünflächenamtes haben die Wurzeln derzeit zu wenig Platz in der Tiefe und breiten sich daher zur Seite hin aus. Bevor ein neuer Baum gesetzt wird, muss daher jeder Baumstandort 2,50 Meter tief ausgebaggert werden.

Bis auf wenige Ausnahmen wird jeweils an derselben Stelle, wo jetzt ein Baum steht, ein neuer Baum der Art „Säulengleditschie“ gepflanzt. Vereinzelt wird der jeweilige Baumstandort geringfügig versetzt, damit der vorhandene Platz - etwa für Parkplätze, Fahrradabstellanlagen oder Außengastronomie - besser ausgenutzt werden kann.

Jeden Mittwoch ist „Bürgertag“

Von April an werden 11 600 Quadratmeter Straßenland - also Fahrbahn, Gehwege und Parktaschen - erneuert. Die Arbeiten sollen in 26 kleinen Abschnitten ausgeführt werden, um Behinderungen und Belästigungen so gering wie möglich zu halten. Im Container der Bauleitung vor der St.-Josephskirche ist während der Bauphase jeden Mittwoch in der Zeit von 14 bis 16 Uhr „Bürgertag“, an dem Fragen und Anliegen vorgebracht werden können.

Die Straße wird bis Jahresende nicht nur wegen der neuen Bäume ihr Aussehen verändert haben. Nach der Sanierung der Straßenoberfläche sollen Radfahrer und Autos sich die 7,50 Meter breite Fahrbahn teilen.

Für den Fahrradverkehr werden zu beiden Seiten jeweils 1,50 Meter breite Fahrstreifen markiert, ähnlich wie auf der Neusser Straße in Nippes. Fußgänger bekommen mehr Platz, denn der frühere Radweg wird dem Gehwegbereich zugeschlagen. Irritiert waren manche Restaurantbesitzer, denn Cafés und Restaurants, die Außengastronomie betreiben wollen, können laut Planung ihre Tische, Stühle und Sonnenschirme auf Flächen aufstellen, die direkt an der Fahrbahn liegen. Dezernent Bernd Streitberger wollte die Skepsis mancher Bürger nicht teilen: „Manche finden das sehr schick“, meinte Streitberger.



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