Von Tobias Christ, 15.02.10, 14:11h, aktualisiert 15.02.10, 14:31h
Deshalb habe ich ihn:
Die Seltenheit fasziniert mich, die Firma Achilles hatte es in den 1950er Jahren offensichtlich schwer, auf dem Markt Fuß zu fassen. Es gab einfach zu wenig Händler. Das Besondere an dieser Maschine ist, dass sie ein Zwitter ist - weder Roller, noch Motorrad. Es hat mich zehn Jahre Überredungskunst gekostet, bis ich dem Vorbesitzer aus Kerpen-Brüggen die Achilles abkaufen konnte.
Das kann er:
Er fährt sich sehr leicht und sportlich. Er ist zuverlässig und sparsam, außerdem finde ich diesen Roller ausgesprochen schön. Durch seine Seltenheit erregt er große Aufmerksamkeit. Ich werde oft gefragt, wo das Ding herkommt.
Das kann er nicht:
Schwächen hat er so gut wie keine. Für die damalige Zeit ist es eine sehr gelungene Konstruktion. Längere Strecken mit Vollgas sind allerdings nicht ratsam. Die Zweitakt-Motoren aus den 1950er Jahren sollte man schonend behandeln, sonst verschleißen sie.
Das habe ich für ihn getan:
Als ich ihn vor fünf Jahren bekam, hatte er 25 Jahre in der Garage gestanden. Es musste alles überholt und teilweise erneuert werden. Es war aber erstaunlich, wie gut der Motor die Zeit überstanden hatte. Der brauchte nur neue Lager und Dichtungen.
Das haben wir erlebt:
Vor drei Jahren bin ich mit dem Roller zum Oldtimer-Treffen nach Dom-Esch bei Euskirchen gefahren. Dort kannten viele diese Maschine nicht. Einige Leute, darunter waren sogar Oldtimer-Experten, dachten, es sei ein DDR-Roller.
Das haben wir vor:
Fahren. Verkaufen kommt nicht in Frage, dazu hänge ich zu sehr an diesem Schätzchen.
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