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Bilanz

Rosenmontag verlief friedlicher

Von Katrin Diener, 16.02.10, 18:58h, aktualisiert 16.02.10, 19:02h

Positive Bilanz am Rosenmontag: Die Polizei beklagte deutlich weniger Körperverletzungen und Festnahmen als im Vorjahr. Trotzdem ist die Zahl der gesamten Einsätze der Kölner Polizei in etwa auf Vorjahresniveau geblieben.

Polizist
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So vergnüglich, wie für diesen Polizisten beim Faschingsumzug in Nürnberg, verlief es für die Kölner Polizei nicht immmer. (Bild: dpa)
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So vergnüglich, wie für diesen Polizisten beim Faschingsumzug in Nürnberg, verlief es für die Kölner Polizei nicht immmer. (Bild: dpa)
Köln - Der Rosenmontag ist in diesem Jahr friedlicher als 2009 verlaufen. „Die Menschen waren insgesamt gesehen überwiegend fröhlich und weniger aggressiv“, sagte Polizei-Einsatzleiter Michael Temme. „Von daher ziehen wir eine positive Bilanz.“ Die Polizei musste wegen Körperverletzungsdelikten zwar 27 Mal ausrücken, 2008 hatte die Zahl mit 40 Einsätzen aber deutlich höher gelegen. Zudem nahm die Polizei 46 Menschen in Gewahrsam, im Vorjahr waren es insgesamt 80. „Wir haben deutlich gesunkene Aggressivität und Gewalttätigkeiten gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten festgestellt“, sagte Polizeisprecherin Cathrine Maus. Die Bundespolizei im Hauptbahnhof nahm von Weiberfastnacht bis Rosenmontag 208 Anzeigen auf.

Trotzdem ist die Zahl der gesamten Einsätze der Kölner Polizei mit 767 in etwa auf Vorjahresniveau geblieben. 2009 waren es nur fünf mehr. „Zu diesen Einsätzen zählt aber auch das, was nicht mit Karneval zu tun hat“, sagte Sprecherin Maus. Beispielsweise Verkehrsunfälle, die mit den schwierigen Wetterbedingungen zusammenhängen. 41 Anwohner beschwerten sich Rosenmontag über Ruhestörungen, im Vorjahr waren es 31. Die Polizei fuhr 55 Einsätze wegen 55 Randalierern. Die Bundespolizei verzeichnete 56 Taschendiebstähle, in Köln wurden 14 mutmaßliche Diebe festgenommen.

Bei dem Kölner Sanitätsdiensten wurden Rosenmontag 199 Verletzungen behandelt - das entspricht etwa dem Vorjahres-Niveau. „Erfreulich ist der Rückgang der Schnittverletzung, durch das viel diskutierte Glasverbot waren die Menschen bei dem Ungang mit Glas wohl sensibilisiert“, sagte Klaus Albert vom Malteser Hilfsdienst. Nur noch vier anstatt wie im Vorjahr 80 Mal mussten Sanitäter Menschen wegen Schnittwunden behandeln. Dafür aber verletzten sich Menschen häufiger durch Stürze auf glattem Boden. Für insgesamt 39 Personen endete der Rosenmontagsausflug im Krankenhaus.

Sechs Mal mussten die Sanitäter stark alkoholisierte Jugendliche behandeln, sechs junge Menschen brauchten wegen Liebeskummer die Hilfe eines am Zugweg eingesetzten Psychologen.



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