Von Marion Eickler, 17.02.10, 17:49h, aktualisiert 17.02.10, 18:32h
Die Begründung leuchtete allen Anwesenden ein. Der Eifelwall ist die einzige Verbindung zwischen dem Inneren Grüngürtel und dem Volksgarten. Im Sinnes des von Albert Speer für Köln entwickelten Masterplans soll diese Wege-Beziehung als Grüntangente ausgestaltet werden. „Mit dem einfachen und preiswerten Mittel der Sperrung kämen wir diesem Ziel des Masterplans ein gutes Stück näher“, so Schüler. Die Bezirksvertretung beauftragte einstimmig die Verwaltung, diese möge prüfen, ob die Sperrung realisiert werden kann.
Zumal nicht nur der Masterplan für den Ausbau der Grüntangente spricht. Auch in Zusammenhang mit der geplanten Bebauung des angrenzenden fünfeinhalb Hektar großen Areals zwischen Luxemburger Straße, Eifelwall, Rudolf-Amelunxen-Straße und Hans-Carl-Nipperdey-Straße war die Rede davon, den Inneren Grüngürtel an den Volksgarten anzubinden. Ein entsprechender Bebauungsplan existierte bereits. Er muss jetzt aber neu aufgestellt werden, weil in der Zwischenzeit der Rat der Stadt Köln beschlossen hat, dort das neue Stadtarchiv, die Kunst- und Museumsbibliothek und das Rheinische Bildarchiv auf einer Fläche von 9000 Quadratmetern zu bauen. Auch über diese Verwaltungsvorlage hatte das Lindenthaler Stadtteilparlament in der Februar-Sitzung beraten.
Die Fraktionen begrüßten die Vorlage. Danach soll das Stadtarchiv an der Luxemburger Straße, Ecke Eifelwall entstehen. Daran angrenzend in Richtung Süden sind Wohnungen geplant. Weiterhin ist auf dem Gelände eine 150 Meter breite Grünfläche vorgesehen, die die erwähnte Grünverbindung Richtung Volksgarten werden soll. Eine Bebauung entlang der Hans-Carl-Nipperdey-Straße - wie sie noch im alten Bebauungsplan vorgesehen ist - wird daher nicht mehr angestrebt.
Ergänzend zu der Vorlage wünschten die Grünen, dass für die heute auf dem Gelände lebenden und arbeitenden Künstler preiswerter Wohn- und Atelierraum in der weiteren Planung Berücksichtigung finden solle. Außerdem sollen Plätze für Car-Sharing vorgesehen werden. Für die Gestaltung des Geländes ist ein städtebaulicher Wettbewerb vorgesehen.
Die Bezirksvertretung wünscht, dass neben der Bezirksbürgermeisterin auch ein Vertreter jeder Fraktion in die Wettbewerbs-Jury berufen wird. Nachdem das Parlament diese Zusätze einstimmig beschlossen hatte, sprach sie sich auch geschlossen aus für die Aufstellung des neuen Bebauungsplans und die Aufhebung des alten aus dem Jahr 2003.
...und wieder die GRÜNEN
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