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FC-Debakel

Fatale Fehleinschätzung

Von Christian Löer, 21.02.10, 20:31h, aktualisiert 22.02.10, 11:52h

Die offensivere Spielweise des 1. FC Köln hat im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart zu einer Demontage geführt. Das 1:5-Debakel macht deutlich, dass die Mannschaft von Trainer Zvonimir Soldo ganz weit von einer Spitzenmannschaft entfernt ist.

1. FC Köln
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Angeknockt: Youssef Mohamad (l.) und Milivoje Novakovic (Bild: Dahmen)
1. FC Köln
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Angeknockt: Youssef Mohamad (l.) und Milivoje Novakovic (Bild: Dahmen)
Der 1. FC Köln hat am Samstag versucht, wie eine Spitzenmannschaft aufzutreten: Sie wollten ihr Spiel durchbringen, ohne sich um den Gegner zu kümmern - ganz so, wie es die Großen der Branche machen. Eine fatale Fehleinschätzung.

Allerdings sind die Kölner weit davon entfernt, eine Spitzenmannschaft zu sein, und daher lagen sie nach 38 hübsch anzusehenden Spielminuten mit 0:3 zurück. Nicht, weil Cacau so ein toller Stürmer ist und auch nicht, weil Lehmann Deutschlands wahre Nummer eins ist. Es steht den Kölnern schlicht nicht zu, so aufzutreten, als spiele der Gegner nur eine sekundäre Rolle. Selbst der FC Barcelona, die beste Mannschaft der Welt, wird am Dienstag h in der Champions League gegen den VfB Stuttgart nicht einfach drauflos spielen.

Zvonimir Soldo wiederholte hinterher, was Lukas Podolski gleich nach dem Schlusspfiff gesagt hatte: „So kann man nicht spielen.“ Seine Aussage war zwar richtig. Allerdings hätte Soldo bereits vorher wissen müssen, dass es so nicht gehen würde. Schlimmer noch: Er hat es vorher gewusst, doch klang er hinterher, als wolle er anderen die Schuld geben am Debakel. Etwa jenen, die ihn zu einer offensiveren Spielweise aufgefordert hatten.

Soldos Kader gibt diese Spielweise nicht her, schon deshalb, weil es die FC-Verantwortlichen seit Jahren nicht schaffen, adäquate Außenverteidiger zu verpflichten. Soldo hat diesen Kader nicht zu verantworten. Aber es ist seine Aufgabe, das Beste daraus zu machen. Die „Das habt ihr jetzt davon“-Haltung des Trainers ließ hinterher sogar den Schluss zu, dass Soldo gegen seine eigene Überzeugung gehandelt hatte. Und das macht die Sache nur noch schlimmer.



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