Von Oliver Görtz, 24.02.10, 18:51h, aktualisiert 24.02.10, 18:55h
Der nördliche der beiden Zugänge hat bereits ein fast fertig gestelltes neues Dach: Eine luftig-leicht wirkende Konstruktion aus Stahl und bunten Glasscheiben, die bei Sonneneinfall farbige Rechtecke bis hinunter auf den Bahnsteig wirft. Vorbei die Zeiten der Finsternis, als ein heruntergekommener rostiger Dach-Deckel, in dem auch noch direkt über den Köpfen der Fahrgäste etliche Tauben nisteten, kaum Licht in die Haltestelle ließ. Der südliche Zugang ist noch nicht ganz so weit; er soll jedoch noch in diesem Frühjahr vollendet werden.
Dann soll auch der unterirdische Bereich saniert sein. Hier bestand ebenfalls massiver Handlungsbedarf. Regenwasser voller Rostpartikel aus dem maroden Dach rann über Stufen und Handläufe der Rolltreppen bis zum Bahnsteig, um sich dort in Pfützen mit Taubenkot zu vermischen. Die Bänke wurden immer wieder demoliert, bis die Bahn kaum noch welche aufstellte und die Wände nach immer neuen Kritzeleien einfach nur noch grau überstreichen ließ. Nun sind die technischen Einrichtungen wie etwa eine Videoüberwachungsanlage bereits installiert, auch die Brandschutzarbeiten sind abgeschlossen. Das triste Grau der Wände am Bahnsteig soll fröhlichen Farben weichen. Anwohner werden sie gestalten, wie Hans-Martin Ellerbrock, Sozialraumkoordinator des Bezirks Chorweiler der Bezirksvertretung bei deren jüngsten Sitzung erläuterte. Auf einem freundlichen Hintergrundanstrich werden insgesamt 16 fast mannshohe Bildtafeln hängen. Die bunten, quadratischen Bilder zeigen teils Motive aus dem Stadtteil. Gefertigt werden sie - unter künstlerischer Aufsicht - von Anwohnern aus drei Generationen.
Beteiligt sind hier unter anderem die Waldorfschule, das Jugendzentrum Northside, das Künstlernetzwerk Chorweiler-Art und die Stadtteilwerkstatt. Insgesamt sind zehn örtliche Institutionen involviert. Diese Gruppen und Einrichtungen engagieren sich zumeist auch im „Initiativkreis S-Bahn“, der sich bereits seit 2004 in Verhandlungen mit der Deutschen Bahn und der Stadt darum bemüht, die verwahrloste Haltestelle schöner und sicherer zu machen.
„Da viele unterschiedliche Bevölkerungsschichten in die Gestaltung einbezogen werden, dürften später alle die neue Station annehmen“, sagte Ellerbrock. Wer selbst für „seine“ Haltestelle Hand anlege, fühle sich auch für sie verantwortlich, ergänzte der Sozialraumkoordinator.
Unwohlsein
08.03.2010 | 18.59 Uhr | Olean
Ich fahre dort regelmäßigmit der S-Bahn in den Abendstunden lang, und ich bin jedes Mal froh, wenn dort niemand einsteigt. Daran wird sich auch…
Solange sich in der Bewölkerungsstruktur
03.03.2010 | 20.27 Uhr | Kölle Allaf
im Stadtteil selber nichts tut (hier ist die Stadt Köln gefragt!) solange wird sich nicht ändern, und im spätestens 1 Jahr sieht die Haltestelle wie…
Herzergreifend...
03.03.2010 | 12.42 Uhr | BruderJakob
... naiv, der werte Herr Ellerbrock. Natürlich wird die Station von allen an der Gestaltung Beteiligten angenommen werden. Und mit an Sicherheit…
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
22. April 2012,
E-Werk Köln
Foto auf Leinwand günstig vom Testsieger
Werbeagentur Verzeichnis Köln Bonn
Werbeagentur / Internetagentur, Köln
Kfm. Umschulungen + Seminare in Köln
Holzspielzeug gesucht, gefunden, geliebt