Von Timm Gatter, 25.02.10, 10:20h, aktualisiert 25.02.10, 10:23h
Letzter Höhepunkt der internen Machtkämpfe ist ein am Mittwochmorgen zur Frühschicht verteiltes Flugblatt. Darin wendet sich die Betriebsratsgruppe um den Vorsitzenden Michael Bergmann, Thomas Hahn, Gabi Müller, Christian Mies, Toni Di Georgio, Gabriele Banning sowie elf weitere Kandidaten unter dem Namen „Demokratische Metaller“ mit Blick auf die Betriebsratswahl am 17. März gegen eine ebenfalls zur IG Metall zählenden Gruppe, die sie für „radikale Parolen sowie generalstabsmäßig vorbereitete persönliche Rufschädigungen und Verunglimpfungen“ verantwortlich macht. Mit Nachdruck verwahre man sich gegen „Klüngel, Trickserein, Vetternwirtschaft und nicht sauberen Handlungen“.
„Wir wollen in der Belegschaftsvertretung keine chaotischen Verhältnisse wie am Wiesbadener FM-Standort beim letztjährige Streik“, sagte Thomas Hahn. Der habe zur langfristigen Schwächung des dortigen Standorts geführt. Als „Demokratische Metaller“ unterstütze man zwar die von der IG Metall empfohlene Persönlichkeitswahl, doch sei ihnen eine etwa per Los getroffene Reihenfolge auf dem Wahlzettel lieber gewesen.
Insgesamt bewerben sich 86 Kandidaten auf 15 Betriebsratsposten. Gestern bekräftigte Rossmann die Persönlichkeitswahl: „Bei der Listenwahl kann nur in der vergebenen Reihenfolge der Liste eine Stimme abgegeben werden. Bei der Persönlichkeitswahl hat jeder bei FM die Möglichkeit mit bis zu 15 Stimmen die Wunschkandidaten für eine Interessenvertretung zu wählen.“
Zu den Streitigkeiten im Betriebsrat sagte Bergmann: „Das ist ein Positionskampf innerhalb unserer IG Metall. Die einen wollen auf die Straße, protestieren und den Arbeitgeber unter Druck setzen. Die anderen wollen den demokratischen Weg beschreiten und verhandeln, den Standort Burscheid und die Arbeitsplätze sichern.“ Es sei nicht im Sinne der Belegschaft, mit utopischen und radikalen Forderungen immer nur vor der Einigungsstelle oder vor Gericht zu landen.“ Angesichts der Krise in der Automobilbranche werde, so Roßmann, vom FM-Betriebsrat „viel Erfahrung und Sachkenntnis, aber auch Durchsetzungs- und Konfliktfähigkeit“ gefordert.
Demokratie...
25.02.2010 | 20.33 Uhr | laola
wird bei H.Bergmann scheinbar mit Monarchie verwechselt, Ihr "Königsitz" ist nicht auf Lebenszeit.Es ist ein WAHLAMT und auch Sie müssen sich der…
Keine Sachgerechte Auseinandersetzung
25.02.2010 | 18.24 Uhr | Iron-Man
Solange Herr Bergmann diese unseligen Diffamierungen anderer Betriebsräte als "Radikale" nicht unterlässt, wird es wohl keine sachliche…
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